Opfer eines misstrauischen Nachbarn

Missverständnis: Anwohner attackiert Marktforscher im Treppenhaus

Ein Marktforscher wollte in einem Treppenhaus nur seiner Arbeit nachgehen und notierte sich dazu die Namen der Hausbewohner - einem Nachbarn gefiel dies gar nicht.

Augsburg - Ein Marktforscher ist in Augsburg Opfer eines misstrauischen Nachbarn geworden. Der Anwohner hatte den 64-Jährigen beobachtet, wie er sich in einem Treppenhaus die Namen der Hausbewohner notierte. Weil der 60-Jährige den Unbekannten für einen Einbrecher hielt, sperrte er diesen kurzerhand am Montag im Flur ein, wie die Polizei am Dienstag berichtete.

Als eine Frau den Marktforscher befreite, ging der Nachbar mit Schlägen auf das Opfer los und nahm es schließlich in den Schwitzkasten. Kurz darauf klärte eine Polizeistreife das Versehen auf - mit unangenehmen Folgen für den 60 Jahre alten Mann: „Der übereifrige Anwohner muss sich nun wegen gefährlicher Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Nötigung verantworten“, erklärte ein Polizeisprecher.

dpa/lby

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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