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Walter Mixa

Mixa darf sein Jubiläum nicht feiern

Augsburg/Rom - Weiter Wirbel um Ex-Bischof Mixa: Der Augsburger Weihbischof Josef Grünwald, der seit Mixas Ausscheiden die Geschäfte im Bistum führt, untersagte Mixa eine Feier zu dessen 40. Priesterjubiläum an einer umstrittenen Gebetsstelle bei Lindau am Bodensee.

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Walter Mixa wollte sein Jubiläum im Juli in Wigratzbad feiern. Dort soll es Erscheinungen gegeben haben, die von der Kirche aber nicht anerkannt werden. Die dortige esoterisch-charismatische Bewegung könnte Mixa als Märtyrer für ihre umstrittenen Ziele instrumentalisieren, so die Befürchtungen Grünwalds. Deshalb stieß das Verbot im Bistum Augsburg auch unter Mixa-Anhängern auf Verständnis. Am Mittwoch teilte die Bistumsleitung mit, die Diözese stehe derzeit mit dem emeritierten Bischof im Gespräch, um eine Lösung zu finden. „Über Ort und Zeit ist noch nicht entschieden.“ Bistumssprecherin Kathie Marie Ulrich teilte zudem mit, dass ein für 18. Juli im Augsburger Dom geplanter Festgottesdienst anlässlich der Priesterweihe Mixas vor 40 Jahren abgesagt worden sei.

Unterdessen hat das Bistum Augsburg bestätigt, dass Walter Mixa vor wenigen Tagen im Vatikan war. Näheres über den Zweck des Aufenthalts sei aber nicht bekannt. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte berichtet, dass sich Mixa vor der Bischofskongregation um eine Teilrehabilitation bemüht habe. Spekulationen, Mixa könnte sich um eine Rücknahme seines Ende April eingereichten und vom Papst angenommenen Rücktritts als Bischof bemühen, werden in Augsburger Bistumskreisen allerdings für unwahrscheinlich gehalten. Ein vom Kirchenoberhaupt angenommener Rücktritt eines Bischofs sei eine kirchenrechtlich abgeschlossene Angelegenheit, hieß es. Es sei dagegen eher normal, dass ein Bischof, gegen den so schwere Vorwürfe wie gegen Mixa erhoben wurden, vor der Bischofskongregation im Vatikan Stellung bezieht.

kna/lby

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