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Dirk Voß war ein enger Berater von Bischof Mixa.

Mixas Einflüsterer muss gehen

Augsburg – Das Bistum Augsburg hat den umstrittenen Geschäftsführer der Mediengruppe Sankt Ulrich Verlag, Dirk Hermann Voß, abberufen.

Der umstrittene Verlagschef und engste Medienberater des früheren Bischofs Walter Mixa werde zum Jahreswechsel von Bert Stegmann und Hans Wendtner in der Geschäftsführung abgelöst, teilte das Bistum gestern in Augsburg mit. Seine Aufgabe als Koordinator für die Öffentlichkeitsarbeit im Bistum hatte Voß (50) bereits nach dem Rücktrittsgesuch von Mixa im Frühjahr verloren.

Innerkirchlich war Voß seit längerem höchst umstritten. Er galt als einflussreichster Medienberater von Mixa und wird vor allem die erste öffentliche Stellungnahme nach den Prügelvorwürfen gegen Mixa verantwortlich gemacht. Darin hatte der Bischof alle Vorwürfe als unwahr zurückgewiesen und mit straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen gedroht. Zu dieser Formulierung soll der Jurist Voß den Bischof gedrängt haben, heißt es in Kirchenkreisen. Im Anschluss musste Mixa dann doch zugeben, dass er in seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen (1975 bis 1996) Heimkinder geschlagen haben könnte.

Der Jurist und Medienfachmann Voß scheidet damit laut Bistum nach 23 Jahren aus der Geschäftsführung aus. Unberührt davon bleibe seine Tätigkeit im Rechtsbereich der Bischöflichen Finanzkammer Augsburg. „Im Zusammenhang mit der derzeitigen Neuordnung der Öffentlichkeitsarbeit der Diözese Augsburg erscheint es zweckmäßig, dass der bisherige Geschäftsführer des Sankt Ulrich Verlages sich künftig auf die Wahrnehmung seiner Aufgaben in der Bischöflichen Finanzkammer konzentriert“, hieß es in der Mittelung des Bistums. Der neue Augsburger Bischof Konrad Zdarsa dankte Voß für dessen über 20-jähriges Wirken. Die neuen Geschäftsführer werden Hans Wendtner und Bert Stegmann.

mm/lby

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