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In Augsburg wird der öffentliche Nahverkehr bestreikt.

Augsburg: Streik im öffentlichen Nahverkehr

Augsburg - Seit dem frühen Freitagmorgen wird in Augsburg der öffentliche Nahverkehr bestreikt. “Der Streik ist erfolgreich angelaufen“, sagte Hans Blöchl, Sprecher der Gewerkschaft ver.di.

Busse und Straßenbahnen stünden still. Gestreikt werde seit Beginn der Frühschicht um 3 Uhr. Der Arbeitskampf in Augsburg soll bis Sonntag um 4 Uhr dauern. Rund 600 Angestellte wollten sich laut Blöchl daran beteiligen. Da keine privaten Subunternehmer zur Verfügung stünden, habe kein Ersatzverkehr eingerichtet werden können, sagte Jürgen Dillmann, Sprecher der Stadtwerke Augsburg.

In anderen bayerischen Städten könnten von Montag an Arbeitsniederlegungen im kommunalen Nahverkehr folgen. In einer Urabstimmung hatten sich 97,5 Prozent der Gewerkschaftsmitglieder für unbefristete Streiks ausgesprochen. Wie es in der kommenden Woche weitergeht, wollte die Gewerkschaft frühestens am Freitag bekanntgeben. Neben München und Nürnberg müssten zahlreiche weitere Städte mit Streiks rechnen, hieß es.

Laut ver.di-Verhandlungsführer Frank Riegler könnten großflächige Streiks verhindert werden, wenn sich Arbeitgeber und Gewerkschaft bis zum Wochenende einigten. Bei einem Treffen am Donnerstag hatten Spitzenvertreter beider Seiten über mögliche Lösungen diskutiert. Das Ergebnis des Treffens soll am Freitag mitgeteilt werden. Die Verhandlungen könnten dann am Samstag fortgesetzt werden.

Am Montag vor einer Woche hatte ver.di die Verhandlungen für die 6500 Beschäftigten in den kommunalen Nahverkehrsbetrieben für gescheitert erklärt. Die Gewerkschaft fordert für das laufende Jahr 9,5 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 250 Euro. Der Kommunale Arbeitgeberverband bot vom 1. April an eine auf zwei Jahre verteilte Erhöhung um insgesamt 6,95 Prozent, dazu eine Einmalzahlung von 120 Euro im Januar 2011 sowie eine Erhöhung der Schichtzulage von 130 auf 200 Euro an. Im Gegenzug verlangten die Arbeitgeber aber vom 1. Juli 2010 an eine Verlängerung der Wochenarbeitszeit um eine halbe Stunde auf 39 Stunden.

dpa

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