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Der Schlosspark Nymphenburg.

Bayern-Rätsel: Schnurgerade Alleen im Schlossgarten

Unser Bayern-Rätsel erscheint jede Woche. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen. Heute geht es um den Schlosspark Nymphenburg.

Das Erscheinungsbild des Schlossparks Nymphenburg wird noch heute von den Gestaltungselementen zweier bedeutender Entwicklungsphasen der europäischen Gartenkunst geprägt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts ließ sich Kurfürst Max Emanuel von Dominique Girard einen großen und angesichts seiner prachtvollen Ausstattung weithin gerühmten Garten anlegen. Er spiegelte das Selbstverständnis eines barocken Fürsten wider: Das Schloss bildete den zentralen Punkt der Anlage, auf den der Garten axial-symmetrisch Bezug nahm. Über das Parterre, eine ebene Fläche aus vier Zierbeeten mit reichen Ornamenten und einem Wasserbecken mit der vergoldeten Floragruppe im Mittelpunkt, führte der Blick durch lange schnurgerade Alleen in die Landschaft.

Frage 5:

a) Welchen Typus von Schlosspark schuf Dominique Girard ursprünglich in Nymphenburg?

b) In welchem Typus wandelte Friedrich Ludwig von Sckell diesen formalen Garten später um?

Besonders eindrucksvoll war die Situation in der Mittelachse. Hier endete der 950 Meter lange und beiderseits von großzügigen Lindenalleen flankierte Kanal an einer prächtigen Kaskade. Das Wasser für den Garten wurde über einen zwei Kilometer langen Kanal von der Würm herangeführt und speiste schließlich im Garten mehr als 600 „laufende und springende Wasser“. Damals wurden auch die Badenburg und die Pagodenburg im ausgedehnten Park als reizvolle Schlösschen errichtet, die jeweils von eigenen regelmäßig gestalteten Gartenanlagen umgeben waren. Unter Kurfürst Karl Albrecht kam schließlich die Amalienburg als kleines Jagdschloss unweit vom Hauptschloss hinzu. Einhundert Jahre später hielt auch in Nymphenburg ein neuer Gartenstil Einzug.

Antwort 4:

a) Wie heißt die magisch beleuchtete, künstliche Tropfsteinhöhle, die das Innere des Hörselberges aus Richard Wagners „Tannhäuser“ darstellen soll?

Venusgrotte

b) Welche eigenständigen „Fluchtburgen“ von König Ludwig II im Schlosspark haben als Thematik Wagners Opern „Die Walküre“ und „Parzifal“?

Hundinghütte und Gurnemazklause

Der erste bayerische König Max I. beauftragte Friedrich Ludwig von Sckell – den bedeutendsten Gartenkünstler seiner Zeit – mit der landschaftlichen Umgestaltung des Schlossparks. Dieser verwandelte die beiden diagonalen Alleen in reizvolle landschaftliche Situationen mit Hügeln, Seen und vielgestaltigen Gehölzpflanzungen. In den alten Waldpartien zwischen den geradlinigen Achsen der barocken Anlage schuf er ein weit gespanntes Wegenetz, das in eleganten Schwüngen immer neue Bilder bot, vor allem auch, weil die einförmigen Waldbestände nun mit kleinen Lichtungen und zahlreichen Ausbuchtungen sehr abwechslungsreich gestaltet wurden.

Neben den barocken Parkburgen, die als architektonsche Staffagen geschickt in den umgestalteten Park integriert wurden, bildete der Apollotempel auf einer Halbinsel des Badenburger See einen neuen Blickfang. Sckell gelang es in Nymphenburg, ein herausragendes Beispiel für die Umwandlung eines formalen Gartens des 18. Jahrhunderts in eine landschaftliche Anlage des 19. Jahrhunderts zu verwirklichen.

So machen Sie mit:

Unser Bayern-Rätsel erscheint jede Woche. Die Antworten müssen jeweils bis Freitag der darauf folgenden Woche (Datum des Poststempels) eingegangen sein. Wer bei allen acht Fragen mitmacht, hat auch acht Gewinnchancen. Bitte schicken Sie die jeweiligen Antworten auf einer Postkarte an

Münchner Merkur

„Bayern-Rätsel“

81029 München

Ihre Karten können Sie auch im Service-Center im Kaufhaus Karstadt am Bahnhofplatz in München im Stachus-Untergeschoss abgeben.Wer per SMS mitmachen möchte: Schicken Sie eine SMS mit dem Text mm raetsel mit Ihrer Lösung und Ihrer Antwort an die Nummer 52020 (0,50 Euro/SMS inkl. VFD2-Anteil 0,12 Euro).

Mitmachen kann jeder, ausgenommen Mitarbeiter des Münchner Zeitungsverlags, des Zeitungsverlags Oberbayern, des bayerischen Finanzministeriums sowie der Schlösserverwaltung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Broschüre „Schlösserland Bayern“, die bei der Lösung der Rätselfragen helfen kann, können Sie kostenlos bestellen beim Finanzministerium, Öffentlichkeitsarbeit, Postfach 220003, 80535 München. Erhältlich ist die Broschüre auch bei Karstadt/Bahnhofplatz im Service-Center (Stachus-Untergeschoss) und beim Infopoint Museen & Schlösser in Bayern (Alter Hof 1).

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