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Die bayerischen Jäger blasen zum Angriff.

Bayerns Jäger drohen mit Austritt aus Bundesverband

München - Der Landesjagdverband Bayern droht mit dem Austritt aus dem Deutschen Jagdschutz-Verband. "Wir sind keine Seperatisten. Aber wir sind auch in der Lage, das selbst zu machen", sagte Bayerns Jägerpräsident Jürgen Vocke dem Müncher Merkur (Mittwochsausgabe).

Hintergrund sind die jährlichen Zahlungen des Landesjagdverbands von rund 550.000 Euro an den Dachverband, die Bayerns Jäger gerne um mehr als die Hälfte kürzen würden. Denn seit der Förderalismusreform seien die Länder, nicht mehr der Bund für fast alle Belange der Jagd zuständig, argumentiert Vocke. "Da muss man auch Konsequenzen in der Organisation ziehen", sagte Vocke dem Münchner Merkur. Bayern sei einer der größten Zahler, aber einer der geringsten Nutznießer des Deutschen Jagdschutz-Verbands.

Die Basis steht hinter Vocke. Für den Landesjägertag am Wochenende im mittelfränkischen Dinkelsbühl liegen 32 gleichlautende Anträge von Kreisverbänden vor, die dem Landesjagdverband eine robustes Verhandlungsmandat für Verhandlungen mit dem Deutschen Jagdschutz-Verband bescheren dürften. Bis Ende September soll eine Entscheidung gefallen sein, andernfalls könnte der Austritt erfolgen.
Jochen Borchert, Präsident des Deutschen Jagdschutz-Verbands, zeigte sich "sehr betroffen" über die Diskussion. Er will mitsamt Präsidium nach Dinkelsbühl kommen, "um für die Einheit der Jägerschaft in Deutschland zu werben".

bo
 

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