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Ein Traum: Die Saison der Mountainbiker ist eröffnet.

Bis 1400 Meter Höhe schon schneefrei

Die Bergradler stehen in den Startlöchern

Miesbach/Lenggries – Waren die Berge bis vor kurzem noch fest in der Hand der Skifahrer, freuen sich jetzt wieder die Mountainbiker, die Natur auf zwei Rädern zu erleben. Die Wege sind schon fast überall schneefrei. Hier ein paar Tipps fürs Wochenende.

Eine, die jede freie Minute auf ihrem Mountainbike sitzt, ist Andrea Groß aus Miesbach. Ihr Motto: „Je steiler, je geiler“. Die 35-Jährige sagt, sie nehme lieber die kurze, steile Variante, als die einfache, längere. Eine ihrer Lieblingstouren führt auf den Taubenberg bei Weyarn (Landkreis Miesbach) – 896 Meter hoch. „Der Superblick ins Voralpenland ist einfach fantastisch“, schwärmt sie. Sie hat Glück und könnte sofort starten, denn: „Bei uns ist längst der Frühling eingekehrt, nirgends liegt Schnee“, verrät Monika Maurer vom dortigen Berggasthof „Taubenberg“. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 20 Uhr, Infos: 08020/1705.

Nahezu sämtliche Radwege auf 800 bis 1300 Metern Höhe zwischen Tegern- und Schliersee sind zu „hundert Prozent „schneefrei“, berichtet Thorsten Schär vom Tourismusverband „Alpenregion Tegernsee-Schliersee“. Ähnlich ist es andernorts im bayerischen Voralpenland. Lediglich auf vereinzelten Wanderwegen können sich noch Schneereste finden.

Sehr beliebt bei Wanderern und Mountainbikern ist auch eine Tour auf das Berggasthaus Neureuth bei Tegernsee (1263 Meter). Von Tegernsee geht es mit dem Auto bergauf Richtung Bahnhof und nach 200 Metern links in die Karl-Theodor-Straße. Bei der „Post“ führt die Straße dann links in die Neureuther Straße bis zum Wanderparkplatz (Oberbuchberg). Neureuth zeichnet sich als schöner Berggasthof mit prächtiger Aussicht aus. Im Sommer lädt besonders die Terrasse mit ihren großen Holztischen zum Verweilen ein. In Serpentinen schlängelt sich ein relativ schmaler, steiler Weg zur Gaststätte hinauf. Andrea Groß’ persönlicher Tipp: Die etwa dreistündige Tour von der Gindelalm über Neureuth, Alpbachtal zum Prinzenweg Schliersee nehmen. Öffnungszeiten: Ganzjährig, Montag Ruhetag (außer Feiertag, dann Dienstag Ruhetag), Infos: 08022/4408.

Wer lieber nur etwa eineinhalb Stunden unterwegs sein möchte, dem empfiehlt sich die 1327 Meter hoch gelegene Tutzinger Hütte (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Von Benediktbeuern aus folgt man einfach der Beschilderung zum „Alpenwarmbad“ in den Ortsteil Gschwendt, dann an einer Kreuzung kurz vor dem Schwimmbad östlich zum Ortsrand (Lainbachtal, Tutzinger Hütte) und rechts in den Wurzweg abbiegen. Parkmöglichkeiten gibt’s vor einer Brücke oder rechts unterhalb. Der Wander- und Radweg führt über Kohlstatt hinauf Richtung Tutzinger Hütte. Die Mountainbiker können bis zu dem etwa 1160 Meter hoch gelegenen Materiallift im Sattel bleiben, dann folgt ein normaler Fußweg bis zur Hütte. Das Haus wurde 2001 neu errichtet und besticht nicht nur durch eine schöne Terrasse. Auch drinnen in der gemütlichen Stube schätzen die Wanderer vor allem das gepflegte und saubere Ambiente. Öffnungszeiten: Bis 5. November, täglich von 6 bis 22 Uhr, Infos: 0175/1641690.

Ein weiteres Schmankerl für alle, die den Blick aufs Karwendel genießen wollen, ist die Lenggrieser Hütte auf 1338 Metern Höhe (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Auf der B13 bis Lenggries Süd (Anger), dann zum Parkplatz am Schloss Hohenburg. Mit dem Rad geht’s rund eineinhalb Stunden hinauf Richtung Sulzersteig/Hirschbachsattel bis zur Lenggrieser Hütte. Von der Terrasse schweift der Blick nicht nur auf das Karwendel, sondern gar bis zum Wettersteingebirge. Öffnungszeiten: Ganzjährig, Dienstag Ruhetag, Infos: 0175/5962809.

Mountainbike-Freaks wie Andrea Groß dürften auch bei der Arnspitzrunde mit Start in Mittenwald 912 Meter (Landkreis Garmisch-Partenkirchen) voll auf ihre Kosten kommen. Die mittelschwere, zirka dreistündige Tour führt unter anderem durch die Leutasch, ist aber teilweise sehr steil. Infos: 08823/33981 (Touristinfo Mittenwald).

Auf ihre „absolute Higlightstour“ rund um den Soinsee 1458 Meter (Landkreis Miesbach) muss Groß indes noch verzichten: „Da können noch Altschneereste das Fahren blockieren“, sagt Sonja Gestler von der „Alpenbahn Schliersee Gmbh“.

von Simone Singer

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