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Wegen betrügerischer Autofinanzierung hat die Polizei eine bayernweite Razzia durchgeführt.

Büros in München und Erding durchsucht

Betrug bei Autokäufen: Große Polizeirazzia

Deggendorf - In mehreren Gegenden Bayerns hat es am Dienstag eine große Polizeirazzia wegen betrügerischer Autofinanzierungen gegeben - es geht um richtig viel Geld.

Nach Angaben der ermittelnden Deggendorfer Staatsanwaltschaft geht es um insgesamt mehr als 400 Fahrzeuge im Wert von zehn Millionen Euro. Vier Männer im Alter von 30 bis 59 Jahren sowie mehrere Komplizen sollen im Rahmen der illegalen Geschäfte Provisionen in Höhe von einer halben Million Euro kassiert haben. Die Verdächtigen sollen dafür auch Scheinfirmen betrieben haben. Die Ermittler durchsuchten deshalb 45 Büros und Wohnungen in Niederbayern, aber auch in München, Erding, Amberg und Hof.

Die Kriminalpolizei ermittelt gegen insgesamt 15 Verdächtige, die vier mutmaßlichen Haupttäter sitzen in Untersuchungshaft. Die Bande soll auch mit fingierten Unfällen unberechtigt Geld von Versicherungen kassiert haben. Die Kripo sieht in den dubiosen Geschäften einen gewerbs- und bandenmäßigen Betrug. Die gekauften Autos sollen als Firmenwagen durch die Firma des 30 Jahre alten Hauptbeschuldigten geschleust worden sein. Der Mann soll mit einer Reihe von anderen Unternehmen, darunter auch Briefkastenfirmen und insolvente Betriebe, sowie mit Privatpersonen Geschäfte gemacht haben. So soll der unerlaubte Autohandel verschleiert worden sein.

Bei der Razzia wurde kistenweise Beweismaterial gesichert, das nun Aufschluss über das Ausmaß der Betrügereien geben soll. Bei einer ersten Durchsuchungsaktion vor einigen Wochen waren bei dem 30-Jährigen bereits etliche gefälschte Geschäftspapiere entdeckt worden.

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