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Eine Kuh mit Blauzungenkrankheit.

Blauzungenkrankheit: Weiter Impfpflicht

München - Tierhalter in Bayern müssen ihre Bestände auch weiterhin gegen die Blauzungenkrankheit impfen lassen.

Der Landtag in München lehnte einen Vorstoß von Grünen und Freien Wählern zur Aufhebung der bestehenden Impfpflicht am Donnerstag mit großer Mehrheit ab. Umwelt-Staatssekretärin Melanie Huml (CSU) betonte, die Krankheit stelle eine ernste Bedrohung für die Tiere dar. Ein optimaler Schutz könne nur durch eine flächendeckende Impfung erreicht werden. Die SPD-Politikerin Kathrin Sonnenholzner äußerte sich ähnlich. Grüne und Freie Wähler argumentierten dagegen, die Impfstoffe seien nicht ausreichend erforscht. Die Pflichtimpfung müsse deshalb in eine freiwillige Impfung umgewandelt werden. Zudem dürften Tierhalter, die eine Impfung verweigern, nicht kriminalisiert werden. Die Blauzungenkrankheit ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit von Wiederkäuern wie Schafen, Rindern und Ziegen. Ihren Namen hat sie von der Blaufärbung der Zunge, einem Hauptsymptom bei Krankheitsausbruch. Die kranken Tiere bekommen Fieber, Blutungen und Geschwüre. Für den Menschen ist die Krankheit ungefährlich. Laut Umweltministerium waren 2007 noch 290 Tierbestände in Bayern von der Krankheit betroffen, nach Impfbeginn im Jahr 2008 nur noch 49.

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