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Ein Frosch wie dieser sprang einer Busfahrerin aus Regensburg vor den Wagen.

Busfahrerin bremst für Frosch - entlassen!

Regensburg  - Der Bus von Christina Pommerel (46) hatte sowieso schon Verspätung. Doch dann lief der Fahrerin auch noch ein Frosch vor den Bus. Jetzt ist sie ihren Job los.

Der 28. März war eine kalter und regnerischer Tag, die Fahrgäste in Christina Pommerels RBO-Bus hatte einen dicken Hals. Der Bus der Linie 5 nach Wörth bei Regensburg, berichtet die Mittelbayerische Zeitung, hatte gegen 19 Uhr schon über 20 Minuten Verspätung. An der Ersatzhaltestelle Walhallastraße in Donaustauf saß dann der Frosch auf der Straße, der die Französin Pommerel ihren Job kostete.

Statt wieder anzufahren, schaltete die Christina Pommerel die Warnblinkanlage ein und schnappte sich ein Stück Karton. Sie ging zu dem Tier hinaus. „Vor mir auf der Straße saß ein Frosch, eine Grenouille, und rührte sich nicht vom Fleck“, erinnert sich Pommerel. „Was soll ich tun? Plattmachen? Ich habe meine Arbeit gemacht und ein Leben gerettet“, verteidigt sie ihr Verhalten in der Mittelbayerischen.

Ein Fahrgast hatte dafür offenbar wenig Verständnis. Er beschwerte sich. Vier Tage später wurde die Busfahrerin von ihren Chefs Max Jobst und Heribert Kalteis zur Anhörung vorgeladen.

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Dann kam's noch dicker: Am Gründonnerstag morgens um 8.15 Uhr läuteten dieselben Chefs an der Wohnungstür Pommerels, um ihr einen Brief zu übergeben. Weil sie im Schlafgewand nicht öffnen wollte, warfen ihn die RBO-Bosse durch den Briefschlitz. Es war die sofortige Freistellung vom Dienst im Bereich des Regensburger Verkehrsverbunds (RVV).

Christina Pommerel erlitt einen Nervenzusammenbruch. Ihr Arzt schrieb sie krank. Ihr Vorgesetzter Max Jobst sagte am Dienstag in der Mittelbayischen: „Diese Person ist eine Fahrerin, die einen falschen Beruf hat. Sie kommt mit ihren Fahrzeiten nicht zurande. Wir sind Dienstleister. Wenn der Bus schon Verspätung hat, die Stimmung im Bus aufgeheizt ist und ich dann noch eine Kröte einsammle, dann muss ich mich schon fragen lassen, ob ich den falschen Beruf habe.“

mm

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