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Immer noch fassungslos: Busfahrerin Christina Pommerel (46) mit ihrer "Freistellung"

Die Regensburgerin Christina Pommerel (46) liebe Tiere über alles – doch ein Fahrgast beschwerte sich

Weil sie Kröte über die Straße half: Busfahrerin (46) gefeuert

Die Kröte muss man erst einmal schlucken… Weil eine Regensburger Busfahrerin einer Kröte über die Straße half, hat sie ihr Arbeitgeber jetzt gefeuert!

Die unglaubliche Geschichte beginnt am 28. März, einem eiskalten Samstag. Es ist kurz nach 15 Uhr, als Christina Pommerel ihren Dienst antritt. Gegen 18.30 Uhr fährt die 46-Jährige die Linie 5 vom Regensburger Hauptbahnhof nach Wörth an der Donau. Der Verkehr ist dicht. Eine Baustelle an einer Donaubrücke sorgt außerdem für Verzögerungen. Die Französin, die vor 22 Jahren die Liebe nach Deutschland verschlagen hat, hat keine Chance, den Fahrplan einzuhalten. Als sie die Walhallastraße in Donaustauf erreicht, haben sich 20 Minuten Verspätung angesammelt. Dementsprechend ist die Laune ihrer Passagiere. Aber Christina Pommerel lässt sich nicht hetzen. „Für mich“, sagt sie, „zählt nur die Sicherheit meiner Fahrgäste, dass ich alle heil an ihr Ziel bringe…“

Und das gilt auch für Tiere, die unterwegs sind. Beim Zwischenstopp in Donau­stauf sieht Christina Pommerel eine Kröte mitten auf der Straße sitzen. Sie schnappt sich ein Stück Karton, springt aus ihrem Bus und bugsiert die Kröte auf der anderen Straßenseite ins Gebüsch.

Die verrücktesten Fälle vor dem Arbeitsgericht

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Eine feine, kleine Rettungsaktion – mit fatalen Folgen für die Busfahrerin! Denn drei Tage später liegt bei ihren Chefs von Regionalbus Ostbayern (RBO) eine Beschwerde auf dem Tisch, und für den Tag darauf wird Christina Pommerel zu einer Anhörung vorgeladen! „Als ob ich eine Kriminelle wäre“, schüttelt sie heute noch fassungslos den Kopf. Aber es kommt noch dicker. Am Gründonnerstag klingelt’s morgens um 8.15 Uhr an ihrer Tür. Draußen stehen zwei ihrer RBO-Chefs. Christina Pommerel mag nicht öffnen. „Ich hatte nur ein Negligé an.“ Also einigt man sich darauf, dass die beiden Herren ihre Botschaft nur durch den Briefschlitz schieben. Der Inhalt trifft die tierliebe Französin wie ein Hammer: Es ist die Freistellung vom Dienst. Christine Pommerel kann’s nicht fassen. Weinend bricht sie zusammen. Das hält doch kein Mensch aus! „Hätte ich die Kröte einfach plattmachen sollen?“

Die Verantwortlichen von der RBO meinen, dass Christine Pommerel für ihren Job nicht geeignet sei, dass sie die falschen Prioritäten setze. „Stellen sie sich vor“, witzelt man intern, „es hätte sich um einen Krötenwanderung gehandelt. Dann würde der Bus noch heute stehen…“ Christina Pommerel, die seit 1996 für die RBO hinterm Steuer sitzt, ist Spott gewöhnt. Als Frau hinterm Steuer eines Busses muss man sich vieles anhören– aber nachgeben wird sie so schnell nicht. Die 46-Jährige liebt ihren Beruf, Busfahren macht ihr trotz allem riesig Spaß. Und deshalb wird sie um ihren Job kämpfen.

Ihre Erfolgschancen stehen nicht schlecht, denn am Mittwoch gab’s erste Versöhnungssignale von ihren Chefs. „Wenn sich die Busfahrerin einsichtig zeigt, kann man über alles reden.“

WdP

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