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Der Riesen-Christus.

Deggendorf will den Riesen-Christus

Deggendorf - Jetzt will Deggendorf den Riesen-Christus: Nachdem bereits mehrere bayerische Städte das kolossale Monument abgelehnt haben, bemühen sich nun offenbar die Niederbayern um die Statue.

Die geplante Errichtung einer 55 Meter hohen Christus-Statue in Bayern sorgt in den Städten weiter für Gesprächsstoff. Nun wird auch im niederbayerischen Deggendorf darüber diskutiert, ob das Riesen-Kunstwerk auf einem Berg vor den Toren der Stadt gebaut werden soll. Zwei Stadträte hätten das Projekt ins Gespräch gebracht, bestätigte Deggendorfs Oberbürgermeisterin Anna Eder (CSU) am Freitag einen Bericht der "Passauer Neuen Presse" (PNP). Der Bau der Statue ist bereits in Bad Reichenhall und Wassertrüdingen gescheitert, dafür gab es zuletzt auch im oberfränkischen Rödental Interesse an dem Monument.

Laut Eder könnte der Bau Ende März im Deggendorfer Stadtrat behandelt werden. Bislang gebe es aber noch keinen Antrag der Befürworter. Die Rathauschefin selbst hält nicht viel von der Vorstellung eines weißen Jesus Christus mit ausgebreiteten Armen über den Dächern Deggendorfs. "Meine Begeisterung hält sich in Grenzen", meinte Eder. Die PNP berichtet davon, dass es auch bei der katholischen Kirche und bei der Heimatpflege Vorbehalte gibt.
Auf dem knapp 400 Meter hohen Natternberg, wo die Statue gebaut werden würde, gibt es eine historische Burg. Zudem ist der Berg als Naturdenkmal eingetragen. Laut der Oberbürgermeisterin müssten deshalb auch die Natur- und Denkmalschützer das Bauvorhaben absegnen. Eder selbst findet, dass das Kunstwerk dort einfach nicht hinpasst.

Ein Hamburger Unternehmer will zusammen mit dem niederbayerischen Künstler Angerer der Ältere die Statue errichten. Der in Biburg (Landkreis Kelheim) lebende Künstler würde den großen Christus sofort in Deggendorf bauen: "Ich würde die Statue dort sehr gerne sehen", sagte er der Zeitung.

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