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Demjanjuks Sohn greift die deutsche Justiz an.

Demjanjuks Sohn kritisiert deutsche Justiz

München - Der Sohn des mutmaßlichen NS-Verbrechers John Demjanjuk hat die deutsche Justiz angegriffen.

Im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" sagte John Demjanjuk junior, die Strafverfolger in der Bundesrepublik betrieben den Prozess gegen den 89-Jährigen in voller Kenntnis der Möglichkeit, dass seinen Vater allein der Flug nach Deutschland das Leben kosten könnte.

Ein Berufungsgericht in den USA hatte am Dienstag die Auslieferung Demjanjuks nach Deutschland in letzter Minute gestoppt, nachdem er bereits im Rollstuhl aus seinem Haus ins Flugzeug gebracht worden war.

In München soll der mutmaßliche ehemalige KZ-Aufseher wegen Beihilfe zum Mord in 29.000 Fällen vor Gericht gestellt werden. Sein Vater sei "nicht nur nicht fit, er würde wahrscheinlich schon den Flug nach Deutschland nicht überleben", sagte sein Sohn laut Zeitungsmeldung. Dies müsse den deutschen Behörden bewusst sein. Demjanjuk sei prozessunfähig. "Wir haben alle Informationen rübergeschickt, Gutachten von vier Fachärzten, inklusive der Blutwerte", wird Demjanjuk junior weiter zitiert.

In Cleveland sagte der Sohn am Mittwoch, sein Vater sei nach dem Abschiebeversuch erschöpft und leide unter Schmerzen.

ap

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