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Ludwig Markert, Präsident des Diakonischen Werkes Bayern.

Diakonie kritisiert Sozialbericht

Nürnberg - Der Sozialbericht der bayerischen Staatsregierung hat nach Ansicht der Diakonie erhebliche Mängel.

Zwar verweise der Bericht immer wieder auf die Rolle Bayerns als Spitzenreiter bei Wirtschaftswachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen.

“Er verschweigt aber, dass diese Entwicklung mit einer massiven Zunahme sogenannter prekärer Arbeitsverhältnisse wie Mini-Jobs, Teilzeitbeschäftigung und Leiharbeitsverhältnissen erkauft wurde“, sagte der Präsident des Diakonischen Werkes Bayern, Ludwig Markert, am Freitag laut Mitteilung in Nürnberg.

Viele Menschen hätten von der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre kaum profitiert. Beispielsweise liege die Zahl der Teilzeitbeschäftigten mittlerweile bei über 20 Prozent, mehr als eine Million Menschen hätten Mini-Jobs. “Der Bericht schlägt anders als erwartet vor, den Niedriglohnsektor weiter auszubauen. Gerade das aber verstärkt Armuts- und Ausgrenzungstendenzen“, kritisierte Markert.

Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hatte den Sozialbericht im Februar vorgelegt. Zuletzt hatte es vor zehn Jahren solch ein Gutachten gegeben.

dpa

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