Übles Spiel: Dutzende Trittbrettfahrer nach Amoklauf

München - Nach dem Amoklauf von Winnenden haben Polizei und Schulen in Bayern mit Dutzenden Trittbrettfahrern zu kämpfen, die Amokläufe androhen.

Außerdem müssen die Täter die Polizeieinsätze bezahlen: pro Stunde und Polizist je 45 Euro. Bei Großeinsätzen kann sich die Rechnung schnell auf mehrere tausend Euro summieren. Bei der Mehrzahl der Fälle handle es sich um groben Unfug, einige wenige seien "ernst und besorgniserregend", sagte Herrmann. Die Trittbrettfahrer hätten bei Eltern, Lehrern und Schülern teils große Angst und umfangreiche Polizeieinsätze ausgelöst.

Innerhalb einer Woche wurden bis zum Mittwochabend mehr als 70 Fälle registriert, wie das Innenministerium am Donnerstag in München mitteilte. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) droht deshalb mit harten Strafen und hohen Kosten: Ankündigungen von Amokläufen seien ernst zu nehmende Straftaten. Nach dem Strafgesetzbuch können die Gerichte für derartige Fälle bis zu drei Jahre Haft verhängen, mindestens aber eine Geldstrafe.

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