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Ursula Herrmann. Das Mädchen erlitt mit nur zehn Jahren einen grausamen Erstickungstod.

Fall Herrmann: Aussage der Eltern ohne Öffentlichkeit

Augsburg - Im Prozess um die Entführung der zehnjährigen Ursula Herrmann und deren grausamem Erstickungstod vor fast 28 Jahren sollen die Eltern des Mädchens unter Ausschluss der Öffentlichkeit als Zeugen gehört werden.

Die Anwältin Marion Zech reichte als Vertreterin der Nebenklage einen entsprechenden Antrag beim Landgericht Augsburg ein. Die Verhandlung um den spektakulären Entführungsfall soll am 24. März mit den Eltern im Zeugenstand fortgesetzt werden.

Zur Begründung sagte Zech am Montag der Deutschen Presse-Agentur dpa, auch nach so langer Zeit sei eine Vernehmung zum Tod der kleinen Ursula eine "erhebliche seelische Belastung" für die Eltern. Bei der Befragung würden auch Umstände des Privatlebens erörtert werden, die niemanden etwas angingen. Sie rechne damit, dass das Gericht bei der Zeugenvernehmung von Ursulas Eltern die Öffentlichkeit aus Fürsorge ausschließen wird.

Bilder: Der Fall Ursula Herrmann

Entführungsfall Ursula Herrmann

Ein 58 Jahre alter Mann ist wegen erpresserischen Menschenraubes mit Todesfolge angeklagt. Seine 62 Jahre alte Ehefrau muss sich wegen Beihilfe verantworten. Der Beschuldigte soll im September 1981 die zehn Jahre alte Ursula auf dem Nachhauseweg vom Fahrrad gerissen und in einer im Wald vergrabenen Kiste eingesperrt haben. Das Mädchen war kurz nach der Entführung wegen der nicht funktionierenden Belüftungsanlage qualvoll erstickt.
Der Angeklagte soll damals von den Eltern mit mehreren Erpresserbiefen und -anrufen umgerechnet gut eine Million Euro Lösegeld verlangt haben, obwohl das Kind bereits tot war. Ursula war 19 Tage nach der Entführung von einem Suchtrupp in ihrem Sarggefängnis tot aufgefunden worden.

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