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Tatort in Speichersdorf.

Vor den Augen der Kinder: Vater erschießt Mutter

Speichersdorf - Bei einer Familientragödie in Speichersdorf (Kreis Bayreuth) hat ein 59 Jahre alter Mann am Mittwoch seine von ihm getrennte Frau und sich selbst erschossen.

Die vier gemeinsamen Kinder des Paares (zwischen 10 und 16 Jahren), die die Tat miterleben mussten, konnten unverletzt fliehen, teilte die Polizei in Bayreuth mit. Eines der Kinder hatte eine leicht blutende Wunde, die aber wohl von der Flucht stamme.

Die Hintergründe für das Blutbad sind noch unklar. 

Die ersten Bilder vom Tatort

Bluttat in Speichersdorf: Erste Bilder vom Tatort

Ermittler fanden die Leichen des Mannes und der 39 Jahre alten Frau in einem Einfamilienhaus im nordbayerischen Speichersdorf, wo die Mutter mit ihren Kindern lebte.

Nachbarn des kleinen Eckhauses hatten gegen 11.20 Uhr mehrere Schüsse gehört und die Polizei gerufen. Gleichzeitig liefen die vier geschockten Kinder auf die Straße.

Die Beamten fanden den Mann und die Frau mit Schussverletzungen. Ein Notarzt konnte nur noch den Tod der beiden feststellen.

Nachbarn berichteten, dass es in der Familie schon seit längerem Probleme gegeben hat. Der Autohändler soll sich häufig in Spanien aufgehalten haben.

Kinder werden von Psychologen betreut

Die Kinder, drei Mädchen und ein Junge, kamen in ein Krankenhaus. Sie werden dort nach Angaben des Leitenden Oberstaatsanwalts Thomas Janovsky ärztlich und psychologisch betreut.

Wenige Minuten nach der Tat riegelte die Polizei den Tatort weiträumig ab. “Wir sind noch dabei, den Sachverhalt abzuklären“, sagte Polizeisprecher Georg Löffler am Nachmittag.

Nach Worten von Polizeidirektor Thomas Schreiber hatte der Autohändler keinen Waffenschein. Woher er die Pistole hatte, müsse noch geklärt werden.

Rund zwei Dutzend Beamte bemühten sich um die Aufklärung der Bluttat. Weitere Informationen wollen die Ermittler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz bekanntgeben.

dpa/AP

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