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Bauern aus Unterfranken sollen auf gentechnisch veränderte Saat verzichten.

Gentechnik-Gegner bieten Bauern Saat-Tausch an

Kitzingen/Wolfenbüttel - Kurz vor der Aussaat von gentechnisch veränderten Maissamen in Unterfranken gehen Gentechnik-Gegner in die Offensive.

In einem offenen Brief appellierten Mitglieder der Initiative "Gendreck-weg" an drei Landwirte aus dem Landkreis Kitzingen, auf den Anbau von gentechnisch verändertem Mais der Sorte MON 810 zu verzichten. "Der manipulierte Mais stellt eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen dar und bedeutet einen gravierenden Eingriff in das Ökosystem", hieß es am Montag in einer Mitteilung der Initiative aus dem niedersächsischen Wolfenbüttel.

Die Naturschützer boten in dem Schreiben den Landwirten einen Saat-Tausch an. Die MON 810-Samen könnten am 18. April auf dem Marktplatz in Kitzingen gegen ihrer Ansicht nach unbedenkliches Maissaatgut der Sorte Zidane eingetauscht werden. Sollten die Bauern dennoch den Genmais aussäen, wollten die Aktivisten später die Felder "von dem gefährlichen Bewuchs befreien".

Etwa Mitte April beginnt die Aussaat für den in Deutschland zugelassenen MON 810. In Bayern wird nach Angaben des Bundes Naturschutz in diesem Jahr zum zweiten Mal Mais dieser Sorte angebaut - erneut im Landkreis Kitzingen. Rund 65 Hektar in der Gegend um Iphofen seien angemeldet, 2007 seien es 9 Hektar gewesen. MON 810 ist seit 1998 die einzige genveränderte Pflanze, die in der Europäischen Union kommerziell angebaut werden darf. Ein künstliches Gen produziert ein Gift gegen den Schädling Maiszünsler.

dpa

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