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Die Kinderbuchautorin und Erfinderin der Zeichentrickfigur "Pumuckl", El lis Kaut.

Streit der Pumuckl-"Mütter" geht weiter

München - Der Streit der beiden Pumuckl-"Mütter" entwickelt sich zur unendlichen Geschichte. Das Münchner Landgericht verhandelte am Mittwoch die wechselseitigen Klagen von Zeichnerin Barbara von Johnson und Autorin Ellis Kaut.

Update vom 17. November 2016: Anlässlich des 96. Geburtstag von Pumuckl-Mutter Ellis Kraut hat Google ein Doodle erstellt. Von der Pumuckl-Illustratorin Barbara von Johnson.

Nachdem in den vergangenen Jahren Fragen wie die nach einer Partnerin für den Kobold entschieden wurden, gehen die streitsüchtigen Künstlerinnen nun derart ins Detail, dass der Vorsitzende Richter Thomas Kaess deutlich wurde: "Wir finden, dass die Parteien unnötig streiten."

Der Klabautermann darf turteln

Der neue Rechtsstreit geht auf das Verfahren um eine Freundin für Pumuckl zurück, das zugunsten der Zeichnerin ausging. Deutschlands gefragtester Klabautermann darf turteln, Johnson durfte in einem Kinderzeichenwettbewerb nach einer Gefährtin suchen. Kaut hatte damals eine Abmahnung gegen Pumuckls erste Zeichnerin auf den Weg gebracht und damit die an dem Zeichenwettbewerb beteiligte Galerie derart verärgert, dass sie Johnsons Zeichnungen nicht mehr verkaufen wollte. Dadurch sei ihr ein Verlust entstanden, macht Johnson nun geltend.

Außerdem zeige Kaut auf ihrer Webseite eine Plüschfigur mit dem Aussehen des Kobolds, ohne dass die grafische Urheberin erwähnt werde. Im Gegenzug beanstandete Kaut einen Flyer der Zeichnerin, auf dem sie als Autorin nicht erwähnt wird. Ein Beisitzer des Gerichts empfahl den beiden Pumuckl-"Müttern" am Mittwoch, sich endlich zusammenzuraufen, "sonst werden sie sich bis zum Grab mit diesem Krimskrams beschäftigen".

4000 Euro an die Stiftung Pfennigparade

Kaut-Anwältin Dorothee Wilcke warf ihrem Kollegen und Prozessgegner Nikolaus Reber vor, an einer Einigung gar nicht erst interessiert zu sein, weil mit jedem Rechtsstreit Gebühren fällig werden. Auf "dringendes Anraten" des Gerichts wurde schließlich ein widerruflicher Vergleich protokolliert: Die beklagte Autorin zahlt 4000 Euro an die Stiftung "Pfennigparade" zugunsten behinderter Kinder und übernimmt die notwendig gewordenen Auslagen beider Seiten mit Ausnahme der Vergleichsgebühr und der Gerichtskosten. Wilcke ist pessimistisch: "Der Vergleich wird bestimmt widerrufen."

lby

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