Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

Münchner (53) brutal zusammengeschlagen - Täter flüchtig

Manipulationen durch spezielle Aufsätze

Immer mehr Betrug mit Bankkarten

Die Zahl der Bankkartenfälschungen hat sich in Bayern binnen Jahresfrist fast verdoppelt. Im Jahr 2008 zählte das Landeskriminalamt (LKA) 2550 Fälle.

2007 waren es noch 1363, wie der Experte für Falschgelddelikte und Zahlungskartenkriminalität beim LKA, Eduard Liedgens, am Mittwoch in München berichtete. Die Delikte im Freistaat machten damit ein Achtel des bundesweiten Aufkommens aus. 256 Geldautomaten seien im vergangenen Jahr in Bayern manipuliert worden. Es entstand ein Schaden von 2,5 Millionen Euro. Seit Anfang 2009 seien in München bereits 22 Täter überführt worden, sagte Liedgens.

Die meist rumänischen Täter gehen nach Worten Liedgens sehr organisiert vor: Spezielle Aufsätze werden am Automaten oder dem Kontrollzugang an der Tür montiert und lesen die Kartendaten aus. In einem zweiten Schritt wird der Kunde bei der Eingabe der Geheimzahl gefilmt. Nach gut einer Stunde wird die installierte Technik wieder entfernt. Bis dahin hätten im Schnitt etwa 45 Menschen den Automaten genutzt, sagte Liedgens. Die gewonnen Informationen würden dann per SMS oder E-Mail an Mittäter ins europäische Ausland geschickt, wo Duplikate hergestellt werden und damit Geld abgehoben wird. Diese Kopien funktionieren nach Angaben des LKA-Experten nur im Ausland.

Liedgens riet, bei der Eingabe der Geheimzahl das Eingabefeld abzudecken und auf auffällige Aufbauten an den Automaten zu achten.

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