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Eine Foto-Montage der riesigen Christus-Statue, die bald in Kaufbeuren stehen könnte.

Kaufbeuren will den Mega-Christus

Kaufbeuren - Kaufbeuren ist jetzt als Standort für eine 55 Meter hohe Christusstatue im Gespräch.

Nachdem Bad Reichenhall und Wassertrüdingen dem umstrittenen Projekt eine Absage erteilt hatten, stößt die Idee in Schwaben auf Wohlwollen. Ein Sprecher der Stadt erklärte am Montag in Kaufbeuren auf Anfrage, Oberbürgermeister Stefan Bosse (CSU) halte die Aufstellung der Statue mit angeschlossenem Pilgerhotel für ein interessantes Projekt. Noch seien aber viele Fragen offen. Unklar sei vor allem die Finanzierung der anfallenden rund 21 Millionen Euro. Die Stadt werde sich keinesfalls daran beteiligen.

Hinter dem Projekt der weltweit größten Christusstatue steht der Hamburger Immobilienmakler Harry Vossberg. Er hatte bereits vergeblich versucht, für die Statue in Wassertrüdingen im südlichen Mittelfranken oder bei Bad Reichenhall am Predigtstuhl einen Standort zu finden. Mit rund 55 Meter überragt seine Statue die berühmte Christus-Figur (38 Meter) über Rio de Janeiro um 17 Meter.

In Wassertrüdingen hatten Protestanten und Katholiken das Projekt strikt abgelehnt. Daraufhin hatte sich der Stadtrat ebenso wie in Reichenhall gegen die Aufstellung der Statue entschieden. In Kaufbeuren hatte es Anfang April ein Treffen mit Vossberg gegeben. Dabei soll auch die Einbindung des dortigen Crescentia Klosters besprochen worden sein. Vossberg sei ein Fragenkatalog mitgegeben worden, auf dessen Beantwortung die Gemeinde jetzt warte, sagte der Sprecher der Stadt. Erst wenn diese Klärung erfolgt sei, wolle man eine möglichst breite Öffentlichkeits- und Bürgerbeteiligung einleiten. Kaufbeuren würde sich durch die Statue mit zugehörigem Pilgerhotel eine Belebung des Tourismus erhoffen.

dpa

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