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Lebenslang hinter Gitter muss ein Rentner, weil er seine Frau ermordete.

Lebenslang für Rentner nach Mord an Ehefrau

Deggendorf - Wegen der Verbrennung seiner schlafenden Ehefrau ist am Freitag ein 64 Jahre alter Mann vom Landgericht Deggendorf zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Der Rentner wurde des Mordes und weiterer Straftaten schuldig gesprochen. Der Mann hatte im vergangenen September seine 54 Jahre alte Frau mit Benzin übergossen und angesteckt. Sie starb kurze Zeit später in einer Klinik.

Bei dem Feuer in einem Wohnblock im niederbayerischen Viechtach (Landkreis Regen) hatte auch der 64-Jährige schwere Brandverletzungen erlitten. Vor Gericht schwieg der Rentner zunächst, hatte dann aber ausgesagt, dass er nach einem Ehestreit seine Frau und sich selbst töten wollte.

Nach den Ermittlungen nutzte der Ehemann bei dem Mordanschlag aus, dass seine Frau schwerhörig war und ein Schlafmittel eingenommen hatte. Hintergrund sollen länger dauernde Eheprobleme gewesen sein. Der Mann soll finanzielle Einbußen befürchtet haben, falls sich seine Partnerin von ihm trennte.

Mit dem Urteil folgte die Strafkammer weitgehend dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Allerdings stellten die Richter nicht die besondere Schwere der Schuld fest, wie dies der Staatsanwalt ebenfalls gefordert hatte. In diesem Fall hätte der Rentner nicht bereits nach 15 Jahren auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen werden können. Sein Verteidiger hatte auf Totschlag plädiert.

dpa

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