Amokalarm in Landsberger Schule - Ein schlechter Scherz?

Landsberg am Lech - Amokalarm in einer Landsberger Schule: Ein Schüler will einen maskierten Mann mit einem Messer gesehen haben. Die Polizei sucht nach dem Maskierten, findet aber nichts. War alles ein schlechter Scherz?

Nach ersten Meldungen klangen dramatisch: Ein Unbekannter soll in der Toilette des Ignaz-Kögler-Gymnasiums eingeschlossen haben, maskiert und mit Messer. Die Schule löst Amokalarm aus - das Unglück von Winnenden im Hinterkopf. Doch schon bald gibt die Polizei Entwarnung: kein Amoklauf, keine Verletzten.

Was war geschehen? Ein 12-jähriger Schüler will auf dem Weg zur Toilette im 1. Stock des Ignaz-Kögler-Gymnasiums einen schwarz gekleideten Mann gesehen haben. Der angebliche Eindringling soll eine Sturmhaube mit Sehschlitzen getragen und ein Messer mit einer etwa 15 Zentimeter langen Klinge dabei gehabt.

Der Bub kehrte ins Klassenzimmer zurück und berichtete der Lehrkraft von dem Vorfall, so die Polizei. Das daraufhin verständigte Schulsekretariat rief die Beamten zu Hilfe und machte eine codierte Durchsage an die etwa 1000 Schüler: Die Schüler sollten während der Pause in den Räumen bleiben. In den rund 100 Klassenräumen des Schulkomplexes schlossen sich diese daraufhin ein, bis die Polizei für Sicherheit sorgte.

Nachdem die Einsatzkräfte das Gebäude großräumig abgesperrt hatten und im gesamten Innen- und Außenbereich des Schulkomplexes keinen Verdächtigen finden, wurde der Alarm aufgehoben und der Schulbetrieb fortgesetzt. Danach wurde die Fahndung nach einem Unbekannten im Stadtgebiet von Landsberg vorsorglich noch aufrecht erhalten, allerdings zunächst ebenfalls ohne Ergebnis.

Ein Sprecher der Landsberger Polizei zog in Betracht, dass alles ein übeler Scherz gewesen sein könnte. Dennoch soll es auch Hinweise auf einen Maskierten geben.

Gegen 11.30 Uhr war die Meldung durch die Schule gegangen. Gegen 13.30 Uhr war der Polizeieinsatz beendet.

Entwarnung!

Was den Zwischenfall am heutigen Mittwochvormittag betrifft, kann Entwarnung gegeben werden. Ein Schüler unserer Schule hat gegen 12.00 Uhr der Schulleitung gemeldet, dass er einen Mann mit schwarzer Maske und Messer im ersten Stock unserer Schule gesehen hat.

Auf diese Meldung hin löste die Schulleitung den Alarmfall aus. Alle Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrkräfte wurden per Code-Durchsage aufgefordert, sich in den Klassenzimmern in Sicherheit zu bringen und die Klassenzimmertüren zu verschließen.

Die Polizei hat das gesamte Schulgebäude durchsucht und hat gegen ein Uhr Entwarnung gegeben. Die Schülerinnen und Schüler, die jetzt Unterstützung und Betreuung benötigen, erhalten diese durch ihre Lehrkräfte in den Klassenzimmern sowie in der Aula durch weitere Lehrkräfte, die Schulpsychologin, die Beratungslehrkraft, die Stufenbetreuer sowie die Verbindungslehrer.

Bitte beachten Sie: Die Busse fahren alle eine Stunde später! Die Schülerinnen und Schüler sind darüber informiert. Am morgigen Donnerstag finden keine Leistungserhebungen statt, insbesondere werden keine Schulaufgabe verlangt. Auch am Donnerstag stehen Lehrkräfte sowie Mitglieder des Kriseninterventionsteams KIT zur Verfügung.

Die Schulleitung

Sondereinsatzkommando der Polizei

Trotz Entwarnung, die Polizei reagierte wie bei einem echten Amoklauf: Das USK Dachau, eine Sondereinheit, ist im Einsatz. Etwa 40 Polizeifahrzeuge und zehn Krankenwagen sind vorgefahren. 180 Polizeikräfte gingen in Stellung. Sogar ein Altenwohnheim, das gegenüber der Schule liegt, soll als provisorisches Krankenlager schon ins Auge gefasst worden sein.

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