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Der englische Verleger der Wochenzeitung "Zeitungszeugen", Peter McGee, zeigt am Donnerstag (29.01.2009) in München die neueste Ausgabe des Blattes.

Nazi-Blätter "Zeitungszeugen" dürfen nachgedruckt werden

München - Ein englischer Verlag darf einzelne Nachdrucke von Nazi-Hetzblättern weiter seiner wissenschaftlichen Wochenzeitung "Zeitungszeugen" beilegen. Der Freistaat Bayern hatte dagegen geklagt.

Der Nachdruck verletze das Urheberrecht nicht, wenn Zeitungen nachgedruckt werden, die vor dem 1. Januar 1939 erschienen sind, entschied das Landgericht München I am Mittwoch. Das Urheberrecht erlösche nach 70 Jahren. Der Freistaat Bayern als Inhaber der Verwertungsrechte für NS-Propaganda wollte über das Urheberrecht ein Verbot der Nachdrucke erreichen. Regierungsvertreter befürchteten, die Nachdrucke könnten aus dem Zusammenhang gerissen und von Neonazis missbraucht werden. Der Herausgeber von "Zeitungszeugen", Peter McGee, will hingegen mit den Nachdrucken historischer Zeitungen der Jahre 1933 bis 1945 den damaligen Alltag direkter vermitteln als in Lehrbüchern möglich.

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