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Philipp Hasselbach bei einer Demo in München.

Neonazi Hasselbach muss ins Gefängnis

München/Passau - Der Münchner Neonazi Philipp Hasselbach ist wegen eines zertretenen Kameraobjektivs zu drei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden.

Das Jugendgericht verurteilte den zur Tatzeit 20 Jahre alten Funktionär der "Freien Nationalisten" am Mittwoch wegen Sachbeschädigung. Philipp Hasselbach, der auch Vorstandsmitglied der "Bürgerinitiative Ausländerstopp" ist, hatte bei der Beerdigung des Rechtsextremisten Friedhelm Busse im Juli 2008 in Passau das Kameraobjektiv eines Journalisten zertrampelt, der zuvor von anderen Rechtsextremen zu Boden geprügelt worden war. Einer der Schläger war bereits vom Jugendgericht Eggenfelden zu einem Jahr Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Hasselbach war schon als Teenager in der rechten Szene aktiv und ist inzwischen sieben Mal vorbestraft, unter anderem wegen Volksverhetzung und Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In München war er 2006 wegen rechtsextremer Straftaten und notorischen Schwarzfahrens zu zwei Jahren Jugendstrafe mit Bewährung verurteilt worden, die Bewährungsfrist läuft noch. Unter diesen Umständen sah die Jugendrichterin keinen Anlass, die jüngste Strafe noch einmal auszusetzen. An Busses Grab waren Neonazis aus ganz Deutschland zusammen gekommen. Eine Hakenkreuzfahne über dem Sarg hatte zu einem Eklat geführt. Gut hundert Polizisten waren bei dem braunen Treffen im Einsatz. Leiter war der Passauer Polizeipräsident Alois Mannichl, der wenige Monate später Opfer eines Messerangriffs an seiner Haustür wurde. Das Verbrechen ist bis heute nicht aufgeklärt, es wurde zunächst der rechten Szene angelastet.

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