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Die Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt hat einen neuen Präsidenten.

Neuer Präsident an der Uni Eichstätt

Eichstätt - Reinhard Hütter wird neuer Präsident der von Personalquerelen und einem Führungsstreit gebeutelten Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU).

Mit 13 von 16 Stimmen wählte der Hochschulrat den 50-Jährigen am Mittwoch im zweiten Wahlgang zum neuen Uni-Chef, teilte der Vorsitzende des Gremiums, Helmut Altner, in Eichstätt mit. Hütter nahm die Wahl an. Er setzte sich damit gegen den Potsdamer Slawisten Norbert P. Franz und den Bonner Politikwissenschaftler Ludger Kühnhardt durch. Sein Amt an der Kirchen-Uni soll er am 1. August antreten.

Unter Hütters Leitung soll nach Wünschen der Bayerischen Bischöfe das katholische Profil der Hochschule geschärft werden. Hütter löst Rudolf Fisch ab. Der ehemalige Rektor der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer hat die KU kommissarisch geleitet, nachdem sich der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke vor einem Jahr geweigert hatte, den bereits gewählten Uni-Präsidenten Ulrich Hemel zu ernennen. Um einen erneuten Eklat zu vermeiden, hat die KU für alle drei Kandidaten bereits vor der Wahl die kirchliche Unbedenklichkeitserklärung "Nihil obstat" eingeholt. Eichstätts Bischof Gregor Maria Hanke wünschte dem Gewählten Gottes Segen. Mit der Wahl sei ein tragfähiges Fundament für die Zukunft gelegt worden. Hanke sicherte Hütter seine "volle Kooperation" zu.

Mit dem 50-jährigen Theologen, der derzeit an der Duke University in Durham (USA) lehrt, erhalte die KU einen "umfassend erfahrenen und ideenreichen Präsidenten", sagte der Vorsitzende des Hochschulrats, Helmut Altner. Hütter - momentan in den USA - dankte per Fax für seine Wahl. Er baue auf "eine einvernehmliche Kooperation auch mit dem Träger der Universität, dessen nachhaltiges Engagement zum Wohle der KU eine wichtige Bereicherung nicht nur für die Kirche, sondern auch für den Bildungsstandort Bayern bedeutet". Auf den Theologen wartet in Eichstätt viel Arbeit: Neben der Schärfung des Profils soll die Forschung gestärkt, der beschädigte Ruf wiederhergestellt und der lang ersehnte Beitritt zur Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geschafft werden.

Die KU wurde 1980 als einzige katholische Universität des deutschsprachigen Raumes gegründet. Finanziert wird die Stiftungs-Hochschule von der bayerischen Bischofskonferenz und dem Freistaat Bayern. Derzeit sind an den beiden Universitätsstandorten in Eichstätt und Ingolstadt rund 4000 Studenten eingeschrieben. Den Vorsitz des Uni-Stiftungsrates soll nach einem Beschluss der Bayerischen Bischofskonferenz künftig der Münchner Erzbischof Reinhard Marx, übernehmen. Bisher hatte das Amt der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke inne.

lby

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