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Symbolbild: Ein Geisterfahrer.

Polizei macht Jagd auf verwirrten Geisterfahrer

München/Holzkirchen - Die Polizei hat nach einer aufregenden Verfolgungsjagd einen geistig verwirrten Geisterfahrer gestellt - der BMW-Fahrer war durch München und über die Salzburger Autobahn gerast.

Wie die Polizei erst am Dienstag mitteilte, meldeten bereits am Ostersonntag 16.15 Uhr gleich mehrere Anrufer: Achtung, Geisterfahrer! Die Zeugen berichteten, dass ein schwarzer BMW, Touring 3er Serie mit Münchner Kennzeichen, auf der Autobahn A 94 in Richtung München rast - auf der Gegenfahrbahn. Die Anrufer hatten den Eindruck, dass der Autofahrer sogar bewusst als Geisterfahrer unterwegs ist.

In der Nähe einer Tankstelle am Autobahnende wurde der schwarze BMW erneut gesehen. Doch bevor die Polizei eintraf, war der Fahrer schon wieder weg. Erst einer Polizeistreife fiel der Raser wieder auf: Der Mann jagte bei Rotlicht über eine Kreuzung in Berg am Laim und auf der falschen Seite über den Innsbrucker Ring.

Die Polizei leitete eine Großfahndung ein, auch Hubschrauber waren im Einsatz. Um 17.10 Uhr die nächste Spur: Die Autobahnpolizei Holzkirchen teilte den Münchner Kollegen mit, dass der 3er-BMW soeben an der Autobahnraststätte Holzkirchen vorbeigefahren sei und vermutlich tanken wollte. Er sei dann aber wieder in sein Fahrzeug gestiegen und weiter auf der Autobahn A8 in Richtung Salzburg gefahren. Doch schon 500 Meter nach der Raststätte blieb der Wagen  stehen - vermutlich war dem Raser das Benzin ausgegangen. Er blieb auf dem rechten Fahrstreifen stehen.

Dort wurde der Flüchtige von mehreren Streifen des Polizeipräsidiums München und Kollegen der Autobahnpolizeistation Holzkirchen festgenommen. Der BMW-Fahrer – bei ihm handelt es sich um einen 24-Jährigen aus Norddeutschland – machte auf die Kollegen einen geistig total verwirrten Eindruck.

Laut Polizei war er am Morgen des Ostersonntags von seinem Heimatort in Niedersachsen losgefahren und wollte bis nach Flachau in Österreich. Der 24-Jährige war nicht betrunken. Aufgrund seines Geisteszustandes wurde er jedoch in eine Klinik eingewiesen. Die Polizei fand heraus, dass der BMW-Fahrer bereits vor seiner „Geisterfahrt“ auf der A 94  über die A 99 gerast war und in eine durch die Feuerwehr gesicherte Unfallstelle bretterte. Dadurch hatte er mehrere Einsatzkräfte gefährdet.

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