Polizei startet Massen-Gentest

Burgau - Drei Jahre nach dem gewaltsamen Tod einer Wirtin in Burgau (Landkreis Günzburg) hat am Samstag in dem Ort ein Massen-Gentest begonnen. Rund 2800 männliche Personen im Alter zwischen 15 und 40 Jahren, die zur Tatzeit in Burgau und Umgebung wohnten, sollen an diesem und nächsten Wochenende freiwillig eine Speichelprobe abgeben.

“Die Tatsache, dass der Täter so unproblematisch abtauchen konnte, spricht für seine Ortskenntnis“, begründete der Leitende Oberstaatsanwalt Johann Kreuzpointner in Memmingen die Aktion in der Turnhalle der Hauptschule in Burgau. Mit Hilfe der Tests hoffen die Ermittler, dem Täter auf die Spur zu kommen.

Die Wirtin war im Januar 2006 Opfer eines Überfalls geworden. Ein Handwerker hatte die 71-Jährige blutüberströmt in ihrer Gaststätte gefunden. Wenig später starb sie an dem hohen Blutverlust, den sie durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper erlitten hatte. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm ist nach eigenen Angaben bei den Ermittlungen rund 2000 Hinweisen nachgegangen, doch vom Täter und der Tatwaffe fehlen jede Spur. Es soll sich um einen Mann handeln, der zur Tatzeit etwa 30 Jahre alt war. Der Handwerker hatte damals den Angaben zufolge beobachtet, wie ein Mann aus einem Fenster der Gaststätte geflüchtet war.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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