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Die A 8 bei Rosenheim soll ausgebaut werden.

Proteste gegen Ausbau der A8

Traunstein - Begleitet von Protesten haben am Dienstag in Traunstein Behördenvertreter über den umstrittenen sechsspurigen Ausbau der Autobahn München-Salzburg (A8) zwischen Rosenheim und der Landesgrenze beraten.

Sehen sie dazu: 

Die Ausbaupläne in einer Grafik (pdf-Datei)

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) wurde mit Pfiffen und Sprechchören empfangen. Mit Sprüchen wie "Stopp dem Flächenverbrauch" oder "Der Lärm muss weg" auf Transparenten machten die Gegner des A8-Ausbaus ihrem Ärger Luft. Statt des "Maximalausbaus" fordern der Bund Naturschutz in Bayern (BN) und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) an den bestehenden vier Fahrspuren festzuhalten und die Standstreifen lediglich bei besonders viel Verkehr freizugeben.

Herrmann sicherte den Ausbaugegnern zwar zu, die weitere Planung im Dialog mit den Naturschutzverbänden voranzutreiben. Noch sei keine endgültige Entscheidung getroffen, sagte der Innenminister. Ein Moratorium für die Ausbaupläne, wie es der BN verlangt, lehnte der Minister jedoch ab.

An dem Treffen nahmen neben Landräten und Bürgermeistern der Region auch der Berliner CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer und Grünen-Landtagsfraktionschef Sepp Daxenberger teil. Nach Befürchtungen der Naturschützer würde die geplante Trasse zwischen dem Chiemsee und der Landesgrenze nach Österreich bei einem Maximalausbau mindestens doppelt so breit wie bisher, an vielen Stellen sogar mehr als das. Neben der bestehenden Autobahn würde praktisch eine neue, etwa gleich breite Straße gebaut, so die Naturschützer. Dies habe auch für den Tourismus in der Region negative Auswirkungen.

dpa

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