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Eine 36 Jahre alte Frau hat ihren Mann mit einem Holzscheit verprügelt.

Prozess: Ehemann mit Holzscheit verprügelt

Ansbach/Gunzenhausen - Mit einem Holzscheit schlug sie brutal auf ihren Ehemann ein: Am Montag ist eine 36 Jahre alte Frau aus Gunzenhausen wegen Totschlags zu zwei Jahren Bewährung verurteilt worden.

Die Frau hatte nach Überzeugung des Landgerichts Ansbach mit einem Holzscheit zweimal hinterrücks auf ihren Ehemann eingeschlagen. Der Mann hatte dabei eine Platzwunde am Hinterkopf erlitten; zudem wurde er am Daumen verletzt.

Das Gericht stufte die Tat der aus Gunzenhausen stammenden Frau als gefährliche Körperverletzung ein. Das Gericht machte allerdings zur Bewährungsauflage, dass sich die Frau in eine psychiatrische Behandlung begibt; dort solle sie lernen, besser mit ihrer Lebenssituation fertig zu werden.

Der Richter folgte damit der Einschätzung eines Gutachters. Danach hat die Frau die Tat in einem Ausnahmezustand und keineswegs planmäßig begangen. Die vierfache Mutter habe sich oft von ihrem Mann gedemütigt gefühlt. Zudem habe die Erziehung der vier Kinder, eines davon behindert, für die Angeklagte eine große Belastung dargestellt. Die Angeklagte sei der typische Opfertyp. Dieser fresse alles in sich hinein, bis das Fass überläuft.

Zum Auftakt des Prozesses hatte die Mutter von vier Kindern beteuert : "Ich kann mich an nichts erinnern". Der Staatsanwalt bezweifelte die Erinnerungslücke der Angeklagten.

Der Ehemann der Angeklagten sprach in seiner Aussage von einer eher harmonischen Ehe. Auch habe er seine Frau niemals geschlagen. Unter Tränen erzählte er den Richtern, wie er nach dem ersten Schlag seine wütende Frau nicht mehr erkannt habe: "Sie hatte die Augen aufgerissen und ein schmerzverzerrtes Gesicht", so der Mann.

dpa

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