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Mannichl musste vor Gericht gegen einen Neonazi aussagen.

Prozess: Mannichl sagt gegen Neonazi aus

Passau - Der bei einem Mordanschlag schwer verletzte Passauer Polizeichef Alois Mannichl hat am Mittwoch in einem Prozess gegen einen NPD-Funktionär als Zeuge ausgesagt.

Der Rechtsextremist muss sich vor dem Amtsgericht Passau wegen übler Nachrede über Mannichl und Volksverhetzung verantworten. Der Polizeidirektor war im Dezember vor seinem Wohnhaus von einem bislang unbekannten Mann niedergestochen worden. Es wird von dem Ermittlern nicht ausgeschlossen, dass es sich dabei um den Racheakt eines Neonazis handelte. Der Prozess gegen den NPD-Mann wurde nach Justizangaben auf den kommenden Mittwoch vertagt. Es müssten noch weitere Zeugen vernommen werden, sagte ein Gerichtssprecher.

Der Kreisvorsitzende und niederbayerische NPD-Bezirksvorsitzende soll für eine rassistische Darstellung auf der Internetseite der Passauer NPD verantwortlich sein. Zudem soll im vergangenen November auf der Homepage behauptet worden sein, dass Mannichl bei einer Veranstaltung zum Volkstrauertag auf einer Grabplatte gefallener Soldaten gestanden habe und auch auf einem Gedenkgesteck "herumgetrampelt" sei. Mannichl und das ihm vorgesetzte Polizeipräsidium in Regensburg hatten deswegen Strafanzeige erstattet. Mittlerweile ist die Passauer NPD-Seite im Internet nicht mehr erreichbar.

Der NPD-Vorsitzende hatte wegen der Vorwürfe einen Strafbefehl über 5600 Euro erhalten, dagegen allerdings Widerspruch eingelegt. Daher wird der Fall nun vor dem Amtsgericht verhandelt. Die Verunglimpfung Mannichls auf der Internetseite gilt als ein möglicher Auslöser des nach wie vor ungeklärten Messeranschlags auf Mannichl. Nach Angaben des Polizeichefs hatte der Täter damals gesagt: "Du trampelst nimmer auf den Gräbern unserer Kameraden herum."

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