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Der Angeklagte

Prozess um zersägte Freundin: Angeklagter schuldfähig

Kempten - Im Kemptener Mordprozess um eine zersägte Frauenleiche ist der Angeklagte von einem psychologischen Gutachter als schuldfähig eingestuft worden.

Der 28-Jährige weise keinerlei Auffälligkeiten auf. Auch eine Kurzschlusshandlung nach einem Streit schließt der Sachverständige aus. "Der Angeklagte hat leichte depressive Züge, er gehört aber nicht zu den Menschen, die zu einer Affekttat neigen."

Bilder vom Prozess

Prozess: Freundin erwürgt und zerstückelt

 Ein 28 Jahre alter ehemaliger Zeitsoldat aus Füssen ist angeklagt, seine 23-jährige Freundin im August 2008 erwürgt und ihre Leiche in der Badewanne der gemeinsamen Wohnung zerstückelt zu haben. Anschließend hatte er die Leichenteile im Wald vergraben.

Nach Angaben eines Gerichtsmediziners ist das Opfer durch massive Gewaltanwendung am Hals getötet worden. Zudem sei die Frau noch lebend im Brustbereich verletzt worden. Abwehrverletzungen wurden bei ihr dagegen nicht gefunden. Wie der Sachverständige vor Gericht angab, seien die Leichenteile mit einer Säge und einem Messer zerteilt worden. Diese Tatwerkzeuge hatte sich der Angeklagte eigenen Angaben zufolge am Tag nach der Tat bei einem Baumarkt besorgt.

Zum Prozessauftakt hatte der 28-Jährige die Tat eingeräumt. Er könne sich aber nicht erinnern, wie und warum er seine Freundin getötet habe. "Als ich zu mir kam, lag sie plötzlich neben mir, meine Hände waren an ihrem Hals." Er habe sogar noch versucht, sie wiederzubeleben. Die Staatsanwaltschaft vermutet als Motiv für die Tat die Trennung der in Thailand geborenen Frau von ihrem Lebensgefährten.

dpa

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