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Es geht um illegale Provisionszahlungen in Millionen-Höhe

Razzia bei MAN

München - Auf den ersten Blick war am Dienstag Vormittag alles normal rund um die MAN-Nutzfahrzeugzentrale an der Dachauer Straße in Karlsfeld.

Männer in Anzügen betraten den schicken Glasbau, andere kamen heraus, fabrikneue Zugmaschinen fuhren hin und her. Nur die Polizeikellen hinter den Windschutzscheiben von vier geparkten Kombis waren alles andere als normal – Razzia bei einem der größten Nutzfahrzeugehersteller Europas.

Vor der MAN-Nutzfahrzeuge-Zentrale stehen Ermittler – stundenlang wurden die Büros durchsucht.

Nach tz-Informationen geht es um illegale Provisionszahlungen beim Verkauf von Lastern und Bussen in Millionenhöhe – sowohl in Deutschland als auch im Ausland. Deshalb hat die Staatsanwaltschaft München ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Aus ermittlungstaktischen Gründen wurden bis zum Nachmittag keine näheren Einzelheiten mitgeteilt. Für den Abend war jedoch eine Pressemitteilung von Staatsanwaltschaft und MAN angekündigt.

Die MAN Aktiengesellschaft ist eines der größten Fahrzeug- und Maschinenbauunternehmen in Europa. Der Konzern beschäftigt etwa 51.000 Mitarbeiter weltweit, davon rund 29.000 in Deutschland bei einem Umsatz von etwa 15 Milliarden Euro im Jahr 2008. Die Unternehmensbereiche der MAN sind vor allem Nutzfahrzeuge (LKW und Busse), Dieselmotoren und Turbomaschinen. Der Konzern wird im DAX an der Frankfurter Börse gelistet. Gemeinsam mit Rudolf Diesel entwickelte MAN den ersten Dieselmotor der Welt. Im vergangenen Jahr feierte das Unternehmen sein 250-jähriges Bestehen.

jam.

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