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Feuerwehrler dürfen mit dem EU-Führerschein nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen steuern.

Rettungsdienste: Ärger um Führerscheine

München - Die EU-Beschränkungen bei den Führerscheinen sorgen weiter für Ärger in Reihen der Rettungsdienste.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) forderte am Freitag erneut eine Ausnahmeregelung für Feuerwehrleute und andere Hilfskräfte, auch das Bayerische Rote Kreuz (BRK) verlangte im Vorfeld des 6. BRK-Katastrophenschutzkongresses am Wochenende in Weiden eine entsprechende Lockerung der Führerscheinbestimmungen.

Hintergrund des Streits ist, dass Inhaber der EU-Führerscheinklasse B nur noch Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen steuern dürfen, das Gewicht vieler Einsatzwagen aber über dieser Grenze liegt. Inhaber der alten Klasse-3-Führerscheine dürfen hingegen auch Siebeneinhalbtonner fahren. Herrmann verlangte bei einem Staatsempfang zum 15-jährigen Bestehen des bayerischen Landesfeuerwehrverbandes in München, dass sich Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) in Brüssel für praktikable Führerscheinerleichterungen für Feuerwehrler einsetzen müsse. Die EU-Kommissionen habe "vom Katastrophenschutz in Deutschland keine Ahnung", sagte Herrmann laut Mitteilung.

Die EU billigt zwar Ausnahmen von der Führerscheinregel für Katastrophenschützer zu, zählt aber die Feuerwehr nicht in diesen Bereich. Auch das Rote Kreuz sieht sich benachteiligt, weil rund 2300 junge ehrenamtliche Helfer nicht mehr die schweren Rettungsfahrzeuge fahren dürften. BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk erklärte in Weiden, dass die Betroffenen daher wegen der EU-Vorschrift zunächst selbst rund 3000 Euro in einen Lasterführerschein investieren müssten. "Es kann doch nicht allen Ernstes gewollt sein, dass Ehrenamtliche erst einmal zahlen müssen, bevor sie helfen können", kritisierte er.

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