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Erhöhtes Pandemie-Risiko: Erstmals ist eine Mensch-zu-Mensch-Infektion in Deutschland nachgewiesen worden.

Schweinegrippe: Erste Mensch-zu-Mensch-Infektion in Deutschland

München - In Bayern hat es die erste Mensch-zu-Mensch-Ansteckung mit der Schweinegrippe innerhalb Deutschlands gegeben. Die Krankheit wurde bei einer Krankenschwester aus Niederbayern nachgewiesen, die selbst nicht in Mexiko war.

Laut Landratsamt Landshut steckte sich die Frau offenbar beim Kontakt mit einem 37-jährigen Mexiko-Reisenden aus Pfakofen (Landkreis Regensburg) an, der im Krankenhaus Mallersdorf (Landkreis Straubing-Bogen) behandelt worden war. Mittlerweile sei die Frau wieder gesund, betonten Sprecher der bayerischen Landesregierung und des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag. In Deutschland gibt es inzwischen fünf bestätigte Fälle von Schweinegrippe, vier davon in Bayern. Das hat Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder (CSU) am Freitag in München mitgeteilt.

Die Sprecher betonten, auch auf einen solchen Fall einer Ansteckung innerhalb Deutschlands seien die zuständigen Stellen vorbereitet. Es würden alle Kräfte gebündelt, um in einem solchem Fall dem Patienten mit dieser Infektion zu helfen und den Infektionsweg zu klären. Wie es dem Mann geht, der mit dem 37-jährigen Infizierten ein Krankenhauszimmer in Mallersdorf geteilt hatte, war am Freitagmorgen zunächst unklar. Bei ihm wurde ebenfalls eine Schweinegrippe-Infektion vermutet.

Entwarnung bei den drei anderen Patienten

Bei den drei anderen Schweinegrippe-Patienten hatten die Behörden schon am Donnerstag Entwarnung gegeben: Ein 37 Jahre alter Patient hatte dem Regensburger Uniklinikum zufolge kein Fieber mehr und befand sich in einem “stabilen klinischen Zustand“. Man könne davon ausgehen, “dass die infektiöse Phase der Erkrankung inzwischen vorüber ist“. Vorsichtshalber werde der Patient weiterhin streng isoliert.

Bei der zweiten Schweinegrippe-Patientin aus Bayern, einer Frau aus Kulmbach, hatte die Landesregierung am Mittwoch von einer vollständigen Genesung gesprochen. Auch der dritten Erkrankten, einer 22-Jährigen aus Hamburg, ging es nach Angaben des Uniklinikums den Umständen entsprechend gut.

AP/dpa

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