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Das Amtsgericht Augsburg hat den suspendierten Polizisten zu drei Jahren Haft verurteilt.

Sexueller Missbrauch: drei Jahre Haft für Polizist

Augsburg - Ein vom Dienst suspendierter Polizist ist am Donnerstag vom Amtsgericht Augsburg wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu drei Jahren Haft verurteilt.

Ein vom Dienst suspendierter Polizist ist am Donnerstag vom Amtsgericht Augsburg wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der 47-jährige Angeklagte hatte ein umfassenden Geständnis abgelegt und sich bei den Opfern entschuldigt. Er hatte eingeräumt, unter anderem als ehrenamtlicher Trainer einer Mädchenfussballmannschaft in insgesamt 17 Fällen an sechs Mädchen zwischen 4 und 14 Jahren und an einem 10-jährigen Buben sexuelle Manipulationen vorgenommen zu haben, in zwei Fällen schwere "beischlafähnliche Handlungen". In einem Fall hatte er eine erwachsene Frau mit exhibitionistischen Handlungen belästigt. Das Urteil ist rechtskräftig.

Im Vorfeld des Verfahrens hatte es zwischen allen Prozessbeteiligten eine Absprache gegeben, dass der Angeklagte bei einem Geständnis mit einer Höchststrafe von drei Jahren zu rechnen habe. Die Vorsitzende Richterin begründete das verhängte Strafmaß dann mit dem glaubhaften Geständnis und der aufrichtigen Reue, die der Beschuldigte gezeigt habe. Dadurch sei es den Opfern, die heute meist junge Erwachsene seien, erspart worden, vor Gericht als Zeugen auszusagen. Zudem lägen die gravierenden Fälle des sexuellen Missbrauchs Jahre zurück, und trotz intensiver Nachforschung der Polizei sei es in jüngster Zeit zu keinen ähnlichen Handlungen des Beschuldigten gekommen.

Ein psychiatrisches Gutachten hatte dem Angeklagten volle Schuldfähigkeit attestiert, obwohl bei ihm neben einer Alkoholabhängigkeit eine Sexualstörung vorliege. Sein Verteidiger hatte darauf hingewiesen, dass der Verurteilte im Gefängnis als ehemaliger Polizist und mit dem "Stempel des Kinderschänders" vor seinen Mitgefangenen geschützt werden müsse.

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