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Der bayerische Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) sticht mit der fränkischen Spargelkönigin Eva Boss (Mitte) zur Eröffnung der bayerischen Spargelsaison Spargel.

Spargelsaison: Jetzt geht es los!

Nürnberg - Bei strahlendem Sonnenschein hat Landwirtschaftsminister Helmut Brunner (CSU) die diesjährige Spargelsaison in Bayern offiziell eröffnet.

Nur vereinzelte Spargelköpfchen schauten aus der sandigen Erde, als der Minister - assistiert von der fränkischen Spargelkönigin - die ersten Stangen aus dem Boden holte. "Wir hatten eine Verzögerung der Entwicklung aufgrund des langen Winters, aber in den letzten 14 Tagen hat die Natur alles aufholen können", sagte Brunner am Dienstag im mittelfränkischen Knoblauchsland. Er erwarte daher in dieser Saison eine durchschnittliche Ernte.

Bundesweit bauten Gemüsebauern im vergangenen Jahr auf 18.440 Hektar Spargel an, rund ein Zehntel davon in Bayern. "Ich sehe da noch weiteres Potenzial, weil die Selbstversorgungsquote mit 70 Prozent noch nicht bei 100 Prozent liegt", sagte Brunner. Derzeit würden südeuropäische Importe von osteuropäischen verdrängt; die Preise lägen jeweils unter denen für deutschen Spargel. "Der Verbraucher weiß aber, dass einheimische Qualität höchsten Qualitätsansprüchen genügt", betonte der Minister.

Vier Fünftel des bayerischen Spargels werden direkt von den Feldern an die Verbraucher verkauft, doch nicht überall lohnt der Anbau. "Man braucht einen besonders guten Boden hierfür. Wir haben in Bayern fünf Anbauregionen, wo alles zusammenpasst", schilderte Brunner. Diese sind Schrobenhausen, das unterfränkische Maingebiet um Volkach, die Gegend rund um das niederbayerische Abensberg und das Knoblauchsland bei Nürnberg. Brunner richtete den Blick auch in die Zukunft: "Neben dem Boden, neben den Marktordnungen wird Wasser immer wichtiger werden, weil gerade Wasser in Zukunft vermutlich weltweit ein knappes Mittel sein wird."

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