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Mit diesem Stein wurde Edmund Brozmann im Inn versenkt.

Mit Stein im Inn versenkt: Fall Brozmann geklärt

Neuötting/Rosenheim - Dreieinhalb Monate nach dem Totschlag an dem 31 Jahre alten Edmund Brozmann aus Altötting ist das Verbrechen nach Überzeugung der Polizei aufgeklärt. Motiv: Eifersucht.

Neben dem mutmaßlichen Haupttäter und dessen Komplizen sitzt mittlerweile ein dritter Verdächtiger in Untersuchungshaft, wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Freitag in Rosenheim mitteilte. Als Motiv für die Bluttat gilt Eifersucht auf eine Frau.

Das in Altötting wohnende Opfer war seit 8. Dezember 2008 vermisst. Im Zuge der Ermittlungen wurden zwei Männer im Alter von 30 und 37 Jahren festgenommen. Der ältere ist der Ex-Freund der neuen Lebensgefährtin von Brozmann. Am 17. Januar wurde unterhalb der Innbrücke in Neuötting die Leiche des Opfers aus dem Wasser geborgen. Sie war mit einem Spanngurt an einem Stein befestigt. Bei der Obduktion stellte sich nach den Polizeiangaben heraus, dass der Mann erstochen und die Leiche dann ins Wasser geworfen wurde. Taucher fischten auch ein Messer aus dem Fluss - vermutlich die Tatwaffe.

Wenige Tage nach dem Leichenfund wurde ein 29-Jähriger als dritter Tatverdächtiger festgenommen. Die Polizei geht nun davon aus, dass das Trio sein Opfer in der Nacht zum 8. Dezember aus der Wohnung holte und im Auto des 30-Jährigen zum Inn in Neuötting fuhr. Dort erstach der 37-Jährige den neuen Freund seiner "Ex". Danach wurde die an den Stein gebundene Leiche im Fluss versenkt. Gegen den mutmaßlichen Haupttäter erging Haftbefehl wegen Totschlags, gegen die beiden Komplizen lauten die Haftbefehle auf Freiheitsberaubung mit Todesfolge und Beihilfe zur Körperverletzung mit Todesfolge.

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