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Kindergärtnerinnen im Ausstand.

Streiks legen Kitas in Bayern lahm

Nürnberg/München - Mit einem erneuten Streik haben am Dienstag mehrere tausend Erzieher und Kinderpfleger Kindertagesstätten in vielen Orten Bayern lahmgelegt.

Die Beschäftigten wollte damit wie schon bei einem befristeten Ausstand in der Vorwoche ihrer Forderung nach einem Gesundheitstarifvertrag und mehr Geld Nachdruck verleihen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hofft, dass das Thema Gesundheitsschutz bei den an diesem Mittwoch geplanten Entgelt-Tarifverhandlungen endlich auf den Tisch kommt, sagte der Münchner Verdi-Sprecher Heinrich Birner am Dienstag.

Allein in München beteiligten sich nach Birners Angaben rund 3500 Erzieher an dem Streik. Von den 500 kommunalen Kindertagesstätten seien etwa zwei Drittel streikbedingt geschlossen geblieben. "Ich gehe davon aus, dass der Streik auch am Mittwoch , wenn auch mit etwas geringerer Beteiligung, fortgeführt wird", sagte der Gewerkschafter. Im Vorfeld der an diesem Mittwoch stattfindenden Gespräche sei es wichtig gewesen, noch einmal richtig Druck zu machen. Bei den Eltern sei die Aktion überwiegend auf Verständnis gestoßen. Sie hätten die Unterbringung ihrer Kinder zumeist privat organisiert.

In Augsburg blieben am Dienstag nach Gewerkschaftsangaben 20 der 29 städtischen Kindertagesstätten geschlossen. Von den 243 Beschäftigten hätten 160 die Arbeit niedergelegt, berichtete Verdi-Geschäftsführer Helmut Schwering. Sie zogen am Vormittag durch die Innenstadt zum Moritzplatz, wo eine Kundgebung stattfand.

Streiks fanden nach Verdi-Angaben auch in Nürnberg , Erlangen, Fürth, Schweinfurt und Regensburg, Würzburg, Aschaffenburg, Kempten, Kaufbeuren, Bamberg und Forchheim statt.

Mit den Arbeitsniederlegungen wollen Verdi und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft ( GEW ) für die bundesweit rund 220.000 kommunalen Erzieherinnen und Sozialarbeiter einen tariflich geregelten Gesundheitsschutz erreichen. Viele Beschäftigte litten unter Lärm, Stress und dem zu kleinen Mobiliar in den Kitas.

Daneben gehe es auch um eine bessere Bezahlung der pädagogischen Kräfte in den kommunalen Kinderbetreuungseinrichtungen. Vor allem die Einstiegsgehälter seien zu gering, betonte der Münchner Verdi-Sprecher Birner. Derzeit erhielten junge Erzieher nach fünfjähriger Ausbildung gerade mal 2130 Euro. ver.di fordert eine Anhebung auf 2480 Euro.

dpa

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