Mmmh, wie das schmeckt! Doch der Biergenuss könnte in Bayern bald teurer werden.
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Mmmh, wie das schmeckt! Doch der Biergenuss könnte in Bayern bald teurer werden.

Tarifeinigung: Steigen jetzt die Bierpreise?

München - Nach Beilegung des Tarifkonfliktes im bayerischen Braugewerbe müssen sich die Verbraucher möglicherweise auf höhere Bierpreise einstellen.

Es müsse abgewartet werden, wie sich die Brauereien auf die vereinbarten Lohnsteigerungen einstellen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbundes, Lothar Ebbertz, am Donnerstag in München. "Das kann nur durch Einsparungen oder durch Preiserhöhungen geschehen." Nach langen Verhandlungen hatten sich Arbeitgeber und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten am Mittwochabend in der Schlichtung auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 10.000 Beschäftigten der Branche geeinigt.

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Das Einkommen steigt um drei Prozent rückwirkend zum 1. April. Ein Jahr später sollen die Verdienste erneut um 2,4 Prozent steigen. Die 10.000 Beschäftigten des bayerischen Braugewerbes erhalten zudem 2010 eine Einmalzahlung von 150 Euro. Der Tarifvertrag gilt 26 Monate. Die NGG hatte eine Erhöhung von insgesamt sechs Prozent gefordert. Das Angebot der Arbeitgeber sah nach Gewerkschaftsangaben unter anderem vor, nach drei Leermonaten ab 1. April 60 Euro mehr zu zahlen. Von 1. Dezember an sollten dann die Einkommen um weitere 1,9 Prozent angehoben werden.

Die Beschäftigten zahlreicher Brauereien hatten zum Teil tagelang gestreikt. Im Falle eines längeren Ausstands hätte nach Einschätzung der Gewerkschaft das Bier in Bayern knapp werden können. Nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden gelang die Einigung erst unter Vermittlung von Schlichter Harald Wanhöfer, der Vorsitzender Richter am Landesarbeitsgericht München ist.

lby

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