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In diesem Haus in Speichersdorf erschoss ein Mann seine Frau und sich selbst.

Familiendrama: Sie trennte sich von ihm - er erschoss sie

Speichersdorf - Das Familiendrama von Speichersdorf (Landkreis Bayreuth) war eine Beziehungstat. 

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Vor den Augen der Kinder: Vater schießt Mutter

Weil sich seine Frau von ihm trennte, erschoss ein 59-Jähriger die Mutter von vier Kindern und sich selbst. Die 39 Jahre alte Mutter von 4 Kindern hatte sich nach Angaben der Ermittler Ende des vergangenen Jahres von ihrem Mann getrennt. Trotz eines Kontaktverbots verschaffte sich der 59-Jährige am Mittwoch Zugang zum Haus, in dem er vom Garten aus mehrere Schüsse auf eine Fensterscheibe abfeuerte. "Im Haus tötete er seine Ehefrau mit mehreren Schüssen und richtete sich anschließend mit einem Schuss in den Kopf selbst", berichtete der Leitende Oberstaatsanwalt Thomas Janovsky am Donnerstag in Bayreuth.

Bluttat in Speichersdorf: Erste Bilder vom Tatort

"Ob und wie die drei Mädchen und ein Junge die schreckliche Tat mitbekommen haben, wissen wir nicht genau", ergänzte Janovsky. Die Kinder im Alter zwischen 11 und 15 Jahren flüchteten nach der Schießerei auf die Straße. Ein Mädchen zog sich beim Ausstieg durch ein Fenster eine leichte Schnittverletzung zu. Die Kinder werden seit der Tat psychologisch betreut. Sie sind mittlerweile in der Obhut des Jugendamtes des Landkreises Bayreuth. "Wir bemühen uns, sie gemeinsam unterzubringen, damit sie zusammenbleiben, sich gegenseitig trösten können und nicht noch eine weitere Trennung verkraften müssen", erklärte Regierungsdirektorin Angela Trautmann.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Trennung vor wenigen Monaten Anlass für die Tat war. Die Frau hatte mittlerweile einen neuen Partner gefunden, ergänzte Janovsky. Der 59-Jährige ist für die Polizei kein Unbekannter. Der selbstständige Autohändler und Vermittler von Leasing-Verträgen sei aber bislang nur durch Eigentums- und Verkehrsdelikte aufgefallen, zuletzt im März. "Wir haben ihn nicht als gewalttätig eingestuft", berichtete Kripo-Chef Ralf Popp. "Bei seinen Vernehmungen war er immer ruhig und gelassen, er war kein Choleriker."

Die Frau hatte erst vor kurzem ein Kontaktverbot erwirkt, nachdem ihr Mann sie belästigt, beleidigt und bedroht hatte. Der 59-Jährige selbst habe das Zerwürfnis als "Rosenkrieg" eingestuft.

Zur Tat benutzte er eine nicht registrierte belgische Neun-Millimeter-Pistole, die bereits im Zweiten Weltkrieg oder sogar zuvor gebaut wurde. Die Herkunft der Waffe ist noch unklar. Hinweise, dass sie gestohlen wurde, gebe es nicht, betonte Popp. Zum Aufenthaltsort der Kinder wollten sich die Behörden nicht äußern. "Es braucht sicher noch einige Zeit, um zu erkennen, wie weit sie traumatisiert sind und wie viel fachliche Betreuung sie brauchen, um die Tat und den Verlust der Eltern zu verkraften", sagte Regierungsdirektorin Trautmann. In die Entscheidung über ihre Zukunft würden Angehörige mit eingebunden.

dpa

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