Überdosierung oder nicht?

Das Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte hät die Inhalierhilfe „Effecto“ für potenziell gefährlich, weil die Gefahr von Überdosierungen bestehe.

Denn die Inhalierhilfe wirbt mit dem Vorteil einer besseren Wirksamkeit. Wenn also aus den Asthma- Mitteln pro Stoß immer die gleiche Menge herauskommt und durch den Effecto mehr in den Lungen landet als bei den herkömmlichen L-Mundstück, „hat man natürlich tatsächlich eine höhere Dosis aufgenommen, wenn man spitzfindig ist“, sagt Dr. Hubert Hautmann, Leiter der Pneumologie am Münchner Klinikum Rechts der Isar. Aber ob das schon eine Überdosis ist und die Patienten gefährdet, bezweifelt er. „Doch natürlich müssen sich die Behörden streng an die Vorgaben halten“, so Hautmann.

Christoph Klein, der Erfinder des Effecto, versucht seit Jahren auch mit Gutachten vergeblich darzulegen, dass das Überdosis-Problem nur bei einer Dauerbehandlung zutrifft, wenn also der Arzt zwei Sprühstöße dreimal täglich vorschreibt. Der Effecto sei aber für die Notfalltherapie gedacht – und dort schreiben die Hersteller der Medikamente laut Klein, dass Patienten sich eigenmächtig innerhalb von fünf Minuten bis zu vier Sprühstöße verpassen können. „Wenn man also bis zu 400 Prozent der Wirkstoffmenge gefahrlos zu sich nehmen kann, warum sollte dann beim Effecto die Gefahr einer Überdosierung bestehen?“, fragt sich Klein.

bo

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