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Ursula Herrmanns Eltern bei der Beerdigung ihrer Tochter.

Ursulas Eltern mussten die Erpresseranrufe erneut anhören

Augsburg - Im Prozess um die Entführung und den qualvollen Tod der zehnjährigen Ursula Herrmann haben die Eltern des Mädchens noch einmal die rund 27 Jahre alten Erpresseranrufe anhören müssen.

Am Dienstag sagten sie vor dem Landgericht Augsburg als Zeugen aus. Ursulas Vater schilderte nach Angaben seiner Anwältin Marion Zech sehr gefasst und sachlich die Umstände der Entführung vor 27 Jahren. Ihm sei aber dann die Betroffenheit anzumerken gewesen, als die mitgeschnittenen Erpresseranrufe vorgespielt wurden.

Entführungsfall Ursula Herrmann

Zech sprach von "Dokumenten der Verzweiflung". Ursulas Eltern hätten zu dem Erpresser gesprochen, seien aber nur auf Schweigen, unterbrochen von einer Radio-Erkennungsmelodie, gestoßen.

Bilder vom Prozess

Der Prozess um den Tod von Ursula Herrmann

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Ursulas Eltern: Ihr schwerer Gang

Die Öffentlichkeit war bei der Vernehmung der Eltern, die in dem Prozess als Nebenkläger auftreten, ausgeschlossen. Dies hatte Anwältin Zech beantragt. Der Vorsitzende Richter Wolfgang Rothermel erklärte, der Persönlichkeitsschutz der Eltern habe Vorrang vor dem öffentlichen Interesse. Karl-Heinz Haeusler, der Sprecher des Landgerichts, schilderte den Vater bei seiner Aussage ebenfalls als "sehr gefasst". Er habe dem Gericht eindrucksvoll die damaligen Abläufe geschildert, sich aber nicht als Opfer dargestellt. Das Anhören der Erpresseranrufe sei "sehr beklemmend" gewesen. Nach dem Tod ihrer Tochter hätten die Eltern versucht, Halt im Glauben zu finden. Im Anschluss an die Aussagen des Vaters wurde Ursulas Mutter in den Zeugenstand gerufen. Ursula Herrmann war vor 27 Jahren am Ammersee entführt worden und dabei qualvoll in einer vergrabenen Kiste erstickt.

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