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Ein US-Soldat steht in Bayern vor einem amerikanischen Militärgericht.

Erschießung im Irak: US-Soldat in Bayern vor Gericht

Vilseck - Nach der Erschießung von vier Irakern in Bagdad muss sich von Montag an ein weiterer Hauptangeklagter im oberpfälzischen Vilseck vor einem US-Militärgericht verantworten.

Bei dem Prozess gegen den 40 Jahre alten Soldaten handelt es sich um das letzte Verfahren in einer ganzen Serie von Prozessen um die Erschießung der irakischen Gefangenen.

Im Frühjahr 2007 hatte eine Gruppe von US-Soldaten den Ermittlungen zufolge ein Mordkomplott geschmiedet, um die männlichen Gefangenen umzubringen. Die beschuldigten Soldaten, die mit ihrer Einheit vor dem Irakeinsatz im unterfränkischen Schweinfurt stationiert waren, sahen in den Irakern offenbar mögliche Attentäter.

Der 40-jährige Master Sergeant ist der ranghöchste Soldat in der Gruppe der Angeklagten, vier Soldaten sind bereits in den vergangenen Monaten verurteilt worden. Ein 26-Jähriger hatte dabei eine lebenslange Haftstrafe erhalten. Ein 27-Jähriger wurde zu bis zu 35 Jahren Gefängnis verurteilt, die Strafe kann frühestens nach zehn Jahren zur Bewährung ausgesetzt werden.

Zwei Komplizen bekamen Haftstrafen von sieben und acht Monaten. Sie waren an der Planung des Verbrechens beteiligt, hatten aber nicht selbst auf die Gefangenen geschossen. Mehrere Beschuldigte hatten bei den Prozessen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr die Anschuldigungen gestanden, sie werden nun möglicherweise in dem Prozess gegen den 40-Jährigen als Zeugen aussagen.

Ursprünglich wurden noch zwei weitere Soldaten wegen des Mordkomplotts beschuldigt. Die Militärjustiz hat diese Anklagen allerdings fallengelassen.

dpa

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