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In Bayern drohen in den nächsten Tagen Waldbrände.

Waldbrandgefahr in Bayern

Nach tagelangem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen über 20 Grad hat der Deutsche Wetterdienst am Ostermontag die Waldbrandgefahr in Teilen Bayerns auf die fünfte und damit höchste Stufe gesetzt.

In einigen Regionen Frankens sowie Ober- und Niederbayerns sei die Gefahr besonders hoch, teilte der Wetterdienst mit. Grund für die Brandgefahr seien der geringe Niederschlag, die hohen Temperaturen sowie die derzeit noch fehlende grüne Vegetation.

Bei Bränden in Wohnhäusern wurden am Osterwochenende insgesamt fünf Menschen leicht verletzt. Feuer zerstörten auch mehrere Hektar Wald. Bei Eppishausen im Unterallgäu brannten am Samstag etwa zwei Hektar nieder. Zehn freiwillige Feuerwehren mit einem Hubschrauber und rund 200 Helfern konnten die Flammen löschen, wie die Polizei mitteilte. Ursache des Brandes sei wahrscheinlich ein nicht vollständig gelöschtes Forstfeuer gewesen, das durch den Ostwind wieder entfacht wurde.

Am Ostersonntag geriet an Bahndämmen in München mehrmals Rasen und Gestrüpp in Brand. Die Feuerwehr konnte nach Angaben vom Montag durch eine schnellen Einsatz eine Ausbreitung verhindern. Jungbäume und Gras einer Fichtenschonung waren am Karfreitag bei Neuburg an der Kammel (Landkreis Günzburg) in Brand geraten. Jugendliche hatten Feuerwerkskörper in dem ein Hektar großen Areal gezündet und somit vermutlich das Feuer ausgelöst. Polizeibeamte fanden vier Jugendliche im Alter zwischen 13 und 16 Jahren mit Böllern in einem Baumhaus in der Nähe.

Aus zunächst unbekannter Ursache brannte eine Baumschule in Ettringen (Landkreis Unterallgäu) nieder. Die Feuerwehr konnte ein weiteres Ausbreiten der Flammen verhindern. Es entstand ein Schaden von rund 10 000 Euro. Zuvor hatten bereits Wälder im Karwendelgebirge gebrannt. Etwa zehn Hektar Mischwald wurden ein Raub der Flammen. Die Feuerwehr aus Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) unterstützte die Löscharbeiten in dem Bergwald nahe der deutsch-österreichischen Grenze. Die Löscharbeiten dauerten wegen des steilen Geländes zwei Tage.

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Die Polizei vermutet, dass sich die südseitig gelegenen Wiesen möglicherweise durch eine erhitzte Glasscherbe selbst entzündet haben. Sie schließt aber auch fahrlässige Brandstiftung etwa durch eine weggeworfene Zigarette nicht aus.

Am Osterwochenende richteten außerdem mehrere Brände an Gebäuden Schäden in Millionenhöhe an. Am frühen Montagmorgen brach in Nürnberg im Keller eines Mehrfamilienhauses ein Feuer aus. Zwei Bewohner des Hauses erlitten leichte Rauchvergiftungen. Beim Löschen eines Feuers in einer Waschküche in Burgsinn (Landkreis Main-Spessart) erlitten am Samstag zwei Männer leichte Rauchvergiftungen, eine Frau einen Schock. Auslöser des Brandes war offenbar ein technischer Defekt.

In Alfeld (Landkreis Nürnberger Land) ging in der Nacht zum Ostersonntag ein Reitstall in Flammen auf. Neun der zehn Pferde rannten ins Freie, wie die Polizei in Nürnberg mitteilte. Ein wertvolles Tier starb. Menschen wurden nicht verletzt. Der Schaden wird auf bis zu 1,5 Millionen Euro geschätzt. Die Brandursache war zunächst unklar.

Bei einem weiteren Brand in einem Wohnhaus in Siegenburg (Kreis Kehlheim) wurden in der Nacht zum Ostermontag zwei von fünf Wohnungen völlig zerstört. Wie die Polizei in Landshut mitteilte, konnten sich die elf Bewohner in Sicherheit bringen. Verletzt wurde dabei niemand. Wie es zu dem Brand kam, ist noch unklar. Der Schaden liegt bei 50 000 Euro. Am Samstag brannte in München ein Notstromaggregat aus. Der Schaden beläuft sich auf rund 100 000 Euro.

dpa

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