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Mit dem Geld sollen Bewerbungs- und Telefontraining bezahlt werden.

Zwölf Millionen für Hauptschüler auf Lehrstellensuche

München  - Arbeitsagentur und Kultusministerium wollen heuer Hauptschülern bei der Lehrstellensuche mit zwölf Millionen Euro helfen.

Mit dem Geld bezahlt werden solle unter anderem Bewerbungs- und Telefontraining, Hilfe beim Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen und “Situationsanalysen“ für die Schüler, sagte Klaus Beier von der bayerischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Montag. Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) kündigte an, die Stärkung der Hauptschulen in den kommenden Monaten zu einem Schwerpunkt zu machen. Einzelheiten nannte er noch nicht. “Man kann die Bedeutung der Hauptschule gar nicht genug unterstreichen“, sagte Spaenle.

Obwohl es in Bayern im vergangenen Jahr ausreichend Lehrstellen gab, fanden trotzdem nicht alle Hauptschulabsolventen eine Lehrstelle. Die “Maßnahmen zur vertieften Berufsorientierung“ sollen vor allem Schülern mit Problemen bei der Lehrstellensuche helfen. Manchen Jugendlichen fehlt es nach verbreiteten Klagen der Ausbildungsunternehmen an elementaren Grundkenntnissen in Sachen Umgangsformen. “Ob einer “Grüß Gott“ sagt und “bitte“ und “danke“, ob er pünktlich ist und höflich, reicht manchmal schon“, sagte der Lehrer Armin Sochor bei dem Pressetermin in der Münchner Hauptschule Situlistraße über die Lehrstellensuche.

Die Handwerksbetriebe setzen trotz der Schwierigkeiten mit manchen Jugendlichen aber weiter auf Hauptschüler. “Für das bayerische Handwerk bleibt die Hauptschule der wichtigste Partner“, sagte Werner Obermeier, Vizechef der Handwerkskammer für München und Oberbayern. “Ich möchte davor warnen, dass man die Hauptschulen schlecht redet und das dreigliedrige Schulwesen abschafft.“ Spaenle will das Geld für das Berufsorientierungs-Programm gegen drohende Sparwünsche des Finanzministeriums verteidigen, wenn die Haushaltslage sich wie erwartet in diesem Jahr verschlechtert.

dpa/lby

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