Abschluss-Klasse düpiert Schulleitung

„Möge er in Frieden ruhen“ - Abiturienten schalten kuriose Todesanzeige

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Abistreiche sind die Höhepunkte eines jeden Gymnasiasten. Einmal den Lehrern eins auswischen. Doch an einer Schule in Pfaffenhofen gibt es keinen Abistreich.

Pfaffenhofen - Weil die Schulleitung ihnen zu viele Vorschriften für ihren Abistreich machen wollte, sagte die Q12-Abschlussklasse des Schyren-Gymnasiums in Pfaffenhofen kurzerhand ihren geplanten Abi-Streich ab. Besser gesagt: Sie beerdigte ihn. In einer kuriosen Zeitungsanzeige düpierten die Schul-Abgänger ihre Schulleitung öffentlich und legten in der Zeitung dar, was die Lehrerschaft ihnen verbieten wollte. 

Die auf den ersten Blick wie eine echte Traueranzeige wirkende Veröffentlichung hat es in sich. „Nach langem Siechtum entschlief unser langjähriger, treuer Begleiter, der ABISTREICH.“ Die Trauer über das Nicht-Stattfinden des diesjährigen Abistreichs, sowie der Zorn gegenüber den Lehrern ist deutlich herauszulesen. Zu viele Auflagen seitens der Schule wollten die Schüler dann doch nicht hinnehmen und verzichteten darauf, einmal im Leben den Schüler-Lehrer-Spieß umzudrehen. 

Als „Todesumstände“ gaben sie wörtlich in der Anzeige an:

  • Die Schulleitung hatte den Ort des Abistreichs festlegen
  • Vorgabe des zeitlichen Rahmens
  • die gesamte Lehrerschaft verweigert 2018 ihre Teilnahme
  • die Abiturienten sollten die Schülerschaft mit harmlosen Spielchen bespaßen
  • die Lehrerschaft hätte zeitgleich zwei Freistunden
  • Verbot von zahlreichen Vorschlägen

Bei der feierlichen Abifeier ging Schulleiter Dietmar Boshof auf die Todesanzeige ein. Laut dem Donaukurier ermahnte er die jungen Leute, sie sollten im Zeitalter digitaler Medien der Versuchung widerstehen, alternative Fakten zu verbreiten.

Anzeige spaltet die Meinung der Facebook-User

Die Facebook-Seite „Kurioses aus der Presseschau“ veröffentlichte ein Foto der Anzeige und erntete zahlreiche Kommentare, auch von Abiturienten aus früheren Zeiten, bei denen solche Vorschriften der Lehrer schlichtweg ignoriert wurden.

Ein User schreibt: „Hätte man uns vor 30 Jahren den Abistreich vorschreiben wollen, hätten wir uns mit einer Nummer revanchiert, die danach zum Standardprogramm jedes Hollywood Katastrophenfilms geworden wäre.“

Video: Abistreich extrem

Dann preisen verschiedene User ihr Abistreich-Taten an, welche sich tatsächlich sehr amüsant lesen lassen. Etwa dieser hier:

Es gibt aber auch User, die sich auf die Seite der Schule schlagen, da es in der Vergangenheit immer öfter zu Eskalationen und erheblichen Übertreibungen bei derartigen Streichen kam.

Der Abistreich von Pfaffenhofen aber liegt im Grab. Möge er in Frieden ruhen.

Lesen Sie auch auf Merkur.de: Ärger nach Abistreich in Dorfen - es soll sogar Verletzte gegeben haben. Auch in Puchheim soll es massive Randale gegeben haben bei einer Abifeier, meldet Merkur.de.

mgo

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Inga Kjer, red

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