Wegen Internetveröffentlichung

Mollath-Unterstützer vor Gericht

Nürnberg - Weil er den Namen einer HypoVereinsbank-Mitarbeiterin ungeschwärzt im Internet veröffentlichte, muss sich ein Unterstützer von Gustl Mollath vor Gericht verantworten.

Die Frau will eine einstweilige Verfügung gegen den Betreiber einer Nürnberger Internetseite erreichen, damit ihr Name nicht mehr auf der Seite erscheint. Der Seitenbetreiber hatte einen Brief des Nürnbergers Mollath veröffentlicht, in dem dieser von dubiosen Geldgeschäften mehrerer Bankmitarbeiter sprach und behauptete, der Frau sei aus diesem Grund gekündigt worden.

Der Seitenbetreiber berief sich am Freitag vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth auf die Meinungsfreiheit. Er habe ein zeitgeschichtlich relevantes Dokument veröffentlicht. Der Anwalt der Frau sagte, die behauptete Kündigung sei eine unwahre Tatsachenbehauptung und daher nicht von der Meinungsfreiheit geschützt.

Mollath war 2006 in die Psychiatrie eingewiesen worden. Im Sommer vergangen Jahres kam er frei. Er selbst sah sich stets als Opfer eines Komplotts seiner Ex-Frau und der Justiz, weil er Schwarzgeldgeschäfte bei der HypoVereinsbank aufgedeckt habe.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Autofahrer übersieht Biker: Mann stirbt bei schwerem Unfall nahe Bad Aibling
Bei einem schweren Unfall nahe Bad Aibling ist am Dienstagnachmittag ein Motorradfahrer ums Leben gekommen. 
Autofahrer übersieht Biker: Mann stirbt bei schwerem Unfall nahe Bad Aibling
Biber-Keule mit Knödel: Bei diesem Wirt landen die Nager im Topf
Sie gelten als Plage - und neuerdings als Delikatesse: Biber. Weil die Nager überhand nehmen, dürfen sie gejagt und verspeist werden. In der Oberpfalz gibt‘s die Tiere …
Biber-Keule mit Knödel: Bei diesem Wirt landen die Nager im Topf
„Heimatbrot“: Dieser Bäcker sagt Discounter-Semmeln den Kampf an
Jeder liebt gutes Brot. Aber nicht jeder geht dafür in eine Bäckerei. Discounter-Backautomaten haben Hochkonjunktur. Ein Bäcker aus Franken will das ändern - mit …
„Heimatbrot“: Dieser Bäcker sagt Discounter-Semmeln den Kampf an
Tumulte bei Abschiebung: Demonstrant muss vor Gericht 
Im Mai sollte ein 20-Jähriger Afghane aus Nürnberg quasi aus dem Klassenzimmer abgeschoben werden. Bei dem Versuch kam es zu Protesten und Tumulten. Einer der …
Tumulte bei Abschiebung: Demonstrant muss vor Gericht 

Kommentare