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Gustl Mollaths Verteidiger hat seine Revisionsbegründung eingereicht.

Einspruch gegen Freispruch

Mollath-Urteil: Revisionsschrift eingereicht

Gustl Mollath wurde freigesprochen. Für unschuldig hielt ihn das Gericht trotzdem nicht. Darum geht er in Revision. Jetzt hat sein Verteidiger die Revisionsschrift eingereicht.

Update: Das Bundeskabinett hat am 4. November 2015 entschieden, die Zwangseinweisung in die Psychatrie soll besser kontrolliert werden.

Freispruch: Eigentlich genau das, wofür Gustl Mollath gekämpft hat. Ganz zufrieden ist er mit dem Urteil aber trotzdem nicht. Das Landgericht Regensburg hatte ihn nicht vollständig rehabilitiert. Darum geht Mollath in Revision.

Im Sommer war der 58 Jahre alte Mollath im Wiederaufnahmeverfahren vom Vorwurf der Körperverletzung seiner früheren Ehefrau zwar freigesprochen worden. Das Regensburger Gericht schloss aber dabei eine Schuldunfähigkeit des Angeklagten nicht aus. Dass die Kammer den Tatvorwurf grundsätzlich als richtig ansah, „wollte und will Mollath nicht auf sich sitzen lassen“, betonte sein Anwalt Ahmed am Montag.

Der neue Verteidiger von Gustl Mollath hat am Montagabend die angekündigte Revisionsbegründung gegen den Freispruch eingereicht. Das Landgericht Regensburg werde die Revision nun dem Bundesgerichtshof zur Entscheidung vorlegen, berichtete der Münchner Strafverteidiger Adam Ahmed.

Debatte über psychiatrische Kliniken

Mollath war erstmals 2006 wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen worden, wurde aber wegen angeblicher Wahnvorstellungen und Gemeingefährlichkeit in die Psychiatrie eingewiesen. Dort saß Mollath seiner Ansicht nach zu Unrecht. Jahrelang kämpfte er um Wiederaufnahme seines Verfahrens.

Der Fall Mollath hatte eine Debatte über die Unterbringung in psychiatrischen Kliniken ausgelöst. In dem Prozess in Regensburg hatte sich Mollath mit seinen bisherigen Verteidigern überworfen und deswegen dann Ahmed beauftragt.

dpa

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