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Scheune im Fokus: Suche nach Monika Frischholz fortgesetzt

Mädchen seit 1976 vermisst 

Fall Monika Frischholz: Neue Suchaktion in Scheune - Das ist das Ergebnis

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  • Lukas Schierlinger
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Der mutmaßliche Mord an Monika Frischholz könnte doch noch aufgeklärt werden. Neue Hinweise sind bei der Polizei eingegangen. Ein Tauchgang brachte nur wenige neue Erkenntnisse.

  • Im Jahr 1976 verschwand die 12-jährige Monika Frischholz in der Oberpfalz spurlos. 
  • Zuletzt wurde sie am 25. Mai 1976 gegen 15.30 Uhr am Ortsausgang von Flossenbürg gesehen.
  • Nach neuen Hinweisen wurde an einem Waldstück in der Nähe von Flossenbürg gegraben, auch Taucher suchten einen See ab.
  • Die Kripo suchte eine Scheune nach sterblichen Überresten ab. 
  • Bei einer „Aktenzeichen XY“-Ausgabe aus dem Jahr 1977 wurde Monika eine Mitschuld an ihrem Verschwinden gegeben. 

Update vom 27. Mai 2019: Was geschah vor 43 Jahren mit der damals zwölfjährigen Monika Frischholz aus der Oberpfalz? Um den Fall nach all der Zeit doch noch zu lösen, haben die Ermittler am Montag wieder gegraben - dieses Mal in einer alten Scheune nahe Flossenbürg, der Heimat des Mädchens. Die Ermittler gehen davon aus, dass jemand die Schülerin ermordet hat. Die Scheune kam als Ablageort der Leiche infrage. Wegen Unregelmäßigkeiten im Betonboden entschieden sich die Ermittler, dort zu graben.

Spezialisten untersuchten stundenlang den Untergrund und den Außenbereich des Gebäudes in Georgenberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab), mit Presslufthammer, Schaufel und Spitzhacke, wie die Polizei mitteilte. Rund 20 Beamte von Kripo und Bereitschaftspolizei waren im Einsatz. Die Ermittler hatten zuletzt an zwei Stellen in der Region gegraben und in einem Weiher Taucher eingesetzt. Menschliche Überreste fanden sie auch dabei nicht.

Auch wenn sie keine Knochen entdeckten: Die Aktion habe die Ermittler insofern weitergebracht, als dass sie nun einen weiteren möglichen Ablageort der Leiche ausschließen könnten, sagte ein Polizeisprecher. Die Beamten wollen dranbleiben. „Mord verjährt nie“, wurde der Leiter der Ermittlungsgruppe „Froschau“, Armin Bock, in der Mitteilung der Polizei zitiert. „Wir werden sämtliche Hinweise bis ins kleinste Detail untersuchen. Wir wollen nach dem Abschluss unserer Arbeit keine Fragezeichen mehr hinterlassen.“

Monika Frischholz ist seit 1976 verschwunden.

Monika Frischholz ist seit dem 25. Mai 1976 verschwunden. Nach Erkenntnissen der Polizei verlor sich ihre Spur, nachdem sie ihr Elternhaus verlassen hatte. Das letzte Mal lebend gesehen wurde sie demnach am Ortsausgang.

Mit Aussagen von Zeugen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren, fanden das Mädchen aber nicht. Ende vergangenen Jahres erhielten sie einen neuen Hinweis, der auf ein Tötungsdelikt hindeutete. Daraufhin rollte die Polizei den Fall im Dezember vergangenen Jahres wieder auf. Bislang seien mehr als 80 „wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung“ eingegangen, hieß es am Montag.

Update vom 27. Mai 2019: Spezialisten untersuchten am Montagmittag den Untergrund des Gebäudes im oberpfälzischen Georgenberg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab), wie die Polizei mitteilte. Die Scheune, die die Ermittler am Montag inspizierten, existierte nach Angaben der Polizei schon, als Monika Frischholz verschwand.

Update vom 14. Mai 2019: Nachdem der Fall der 1976 vermissten Monika Frischholz aufgrund neuer Hinweise im Dezember 2018 wieder aufgerollt wurde, gehen auch weiterhin viele neue Hinweise bei der Polizei ein. Diese werden jetzt ausgewertet, danach wird über neue Grabungen entschieden, bestätigt die Polizei am Dienstag. 

Sind weitere Suchaktionen angedacht? "Geplant ist derzeit nichts. Es könnte aber durchaus sein, dass wieder Maßnahmen durchgeführt werden", sagt Sandra Mallmann, Pressesprecherin des Präsidiums Oberpfalz gegenüber onetz.de. Monika Frischholz wurde am 25. Mai 1976 zuletzt in Flossenbürg gesehen. Seitdem fehlt jede Spur von ihr. Die im Dezember 2018 gegründete Ermittlungsgruppe Froschau der Kripo Weiden rollte den Fall neu auf.

Suche nach vermisster Monika Frischholz: Keine neuen Beweise

Update vom 13. Mai, 18.08 Uhr: Polizeitaucher haben die Suche nach der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz vorerst beendet. Es konnten keine neuen Hinweise auf die Schülerin gefunden werden. Sieben Spezialisten waren am Montag in einem Weiher nahe dem oberpfälzischen Flossenbürg (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) im Einsatz. Hinweise auf das Verschwinden des Mädchens hätten die Ermittler nicht gefunden, teilte die Polizei am Abend mit. Es sei allerdings auch darum gegangen, mögliche Ablageorte der Leiche auszuschließen. Insofern habe die Aktion die Ermittler ein Stück weitergebracht, erklärte die Polizei.

Fall Monika Frischholz: Polizeitaucher suchen nach vermisster Schülerin

Update vom 13. Mai, 11.19 Uhr: Nachdem Ermittler im Fall der vermissten Monika Frischholz in den vergangenen Wochen zwei Grabungen in Waldstücken durchgeführt haben, waren am heutigen Montag Polizeitaucher im Einsatz. Sie haben in der Oberpfalz nach der seit 1976 Vermissten gesucht. 

Spezialisten waren am Montagmorgen in einem kleinen Gewässer nahe Waldkirch, einem Ortsteil von Georgenberg im Landkreis Neustadt an der Waldnaab, im Einsatz. Nach Angaben der Beamten könnte die Leiche der Schülerin dort abgelegt worden sein. Die Ermittler betonten allerdings, dass es ihnen bei der Aktion auch darum gehe, mögliche Ablageorte auszuschließen.

Fall Monika Frischholz: Plötzlich melden sich neue Zeugen bei der Polizei

Update vom 17. April, 15.01 Uhr: Im Fall der seit 42 Jahren verschwundenen Monika Frischholz aus Flossenbürg in der Oberpfalz prüft die Polizei neue Hinweise. Seit der vergangenen Woche seien rund 20 neue Hinweise eingegangen, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Größtenteils stammten diese von Zeugen, die sich davor noch nicht bei der Polizei gemeldet hätten. Andere Informationen seien Zeugen wieder eingefallen, die sich schon einmal gemeldet hätten. Ob die Hinweise die Ermittler weiterbringen, sei nun zu prüfen.

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Danach wollen die Beamten den Angaben nach entscheiden, ob sie auf der Suche nach der Leiche des verschwundenen Mädchens nochmals Grabungen durchführen werden. Die Entscheidung werde voraussichtlich jedoch erst nach Ostern fallen, erklärte der Sprecher.

Fall Monika Frischholz: Erneut Grabungen an Waldrand - Polizei findet Stofffetzen

15.25 Uhr: Bei erneuten Grabungen auf der Suche nach der seit gut vier Jahrzehnten vermissten Monika Frischholz in der Oberpfalz haben Ermittler mutmaßliche Tierknochen und Stofffetzen entdeckt. Es sei am Montag aber nichts gefunden worden, was „auf den ersten Blick“ in Zusammenhang mit dem Verschwinden der Schülerin stehen könnte, sagte ein Polizeisprecher.

Fall Monika Frischholz: Erneute Grabungen an Waldrand - Finden Ermittler heute Leiche?

13.50 Uhr: Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kripo Weiden, des Bundeskriminalamts und der Bayerischen Bereitschaftspolizei waren bei der neuerlichen Suche im Einsatz. Gegraben wurde unter anderem mit einem Bagger eines zivilen Unternehmens. Ob die Ermittler tatsächlich auf menschliche Überreste oder Beweismittel stoßen werden, war nach Angaben der Polizei zunächst völlig unklar.

Update vom 15. April, 11.08 Uhr: Die Suche nach der seit gut 42 Jahren vermissten Monika Frischholz geht weiter. Einsatzkräfte der Polizei begannen am Montagmorgen mit Grabungen an einem weiteren möglichen Ablageort der Leiche, wie die Ermittler mitteilten. Dieser liegt den Angaben nach an einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg in der Oberpfalz. Nur wenige Meter entfernt hatte die Polizei bereits vergangene Woche gegraben.

Fall Monika Frischholz: Polizei durchsucht Wohnung - viele neue Hinweise eingegangen

Update vom 12. April, 16.15 Uhr: Im Fall der seit 42 Jahren vermissten Monika Frischholz aus der Oberpfalz hat die Polizei nach eigenen Angaben eine Wohnung durchsucht. Wo diese sich befindet und ob die Ermittler etwas gefunden haben, blieb zunächst offen. Bei den Beamten seien zudem mehr als zehn neue Hinweise eingegangen, teilte die Polizei mit. Diese müssten sorgfältig ausgewertet und abgearbeitet werden. „Zum Inhalt dieser Hinweise können mit Blick auf das laufende Verfahren keine näheren Angaben gemacht werden“, hieß es.

Bisher habe sich kein dringender Tatverdacht ergeben. Auch eine Festnahme habe es nicht gegeben. „Darüber hinausgehende Auskünfte können aus Verfahrensgründen nicht gegeben werden“, hieß es weiter.

Update von 8 Uhr: Bei Grabungen fanden die Ermittler ein Autowrack sowie Knochen. Das schrottreife Auto steht nicht mehr im Fokus der Ermittlungen. Bei den Knochen könnte es sich um tierische Überreste handeln, so eine erste Einschätzung von Rechtsmedizinern. Diese werden allerdings noch untersucht. Mit einem Ergebnis sei erst in den kommenden Wochen zu rechnen, berichtet onetz.de. Falls ein Abgleich von DNA nötig ist, könne das mit DNA des verstorbenen Bruders von Monika Frischholz erfolgen. Diese Vergleichs-DNA sei bereits vor dessen Tod im Februar gesichert worden.

Wie onetz.de weiter berichtet, äußerte sich die Kriminalpolizei zu einem Gerücht, dass immer wieder aufkomme. Dieses besagt, dass das verschwundene Mädchen in die Kläranlage von Flossenbürg einbetoniert worden sein könnte. Nach der Prüfung durch die Ermittler sind diese zum Ergebnis gekommen, dass die Kläranlage bereits bei Monikas Verschwinden fertiggestellt war.

Ermittlungen im Fall Monika Frischholz: Polizei durchsucht Wohnung

Update vom 11. April, 21.26 Uhr: Im Zusammenhang mit der seit dem Jahr 1976 vermissten Monika Frischholz ist es am Donnerstagabend zu einer Wohnungsdurchsuchung gekommen. Das hat ein Polizeisprecher gegenüber dem BR bestätigt. Einen konkreten Tatverdacht gegen eine Person gebe es jedoch nicht. Dass das in einem Waldstück bei Waldkirch ausgegrabene Auto nicht in Verbindung mit dem rätselhaften Vermisstenfall steht, sei inzwischen ausgeschlossen.

Monika Frischholz: Auto und Knochen gefunden - war die Grabung trotzdem kein Durchbruch?

Update vom 11. April, 15.25 Uhr: Zunächst klang es wie der mögliche Durchbruch in diesem Fall: Die Polizisten führten eine Grabung bei Waldkirch durch - unweit von Flossenbürg. Tatsächlich fanden die Ermittler im Erdreich Knochen und ein Autowrack. Doch wie die Mittelbayerische Zeitung berichtet, könnten die großen Hoffnungen enttäuscht werden. Demnach handelt es sich bei den Knochenfunden wohl eher um die Überreste eines Tieres. Das ausgegrabene Auto, es soll sich um einen VW-Käfer handeln, steht laut der Mittelbayerischen nicht im Fokus der Ermittlungen.

Monika Frischholz: Das passierte der Familie, seit sie vermisst wurde

Update vom 11. April, 6.49 Uhr: „Das Verschwinden des Mädchens hat die ganze Familie zerstört“, zitiert Bild (Bezhalinhalt) die Witwe von Bruno Frischholz, dem Bruder der bis heute vermissten Monika Frischholz. Bruno war der letzte lebende Verwandte ersten Grades des seit 42 Jahren verschwundenen Mädchens. Bild berichtet vom tragischen Schicksal der Familie. 

Die Eltern, Ernestine und Willi Frischholz, hatten bereits vor der Geburt des Mädchens eine Tochter, die Monika hieß. Sie ist jedoch nur drei Jahre alt geworden. Als Monika, das Nesthäkchen der Familie, zur Welt kam, warnte die Oma die Eltern, das Kind erneut so zu nennen. Das würde Unglück bringen. Nach dem Verschwinden von Monika sei Mutter Ernestine völlig am Ende gewesen: Sie strickte ihrer Tochter weiter Socken und Pullover, bestellte ihr immer wieder neue Kleidung. 

Mit nur 24 Jahren nahm sich Monikas ältester Bruder das Leben - nur ein halbes Jahr nach dem Verschwinden des Mädchens. Aus privaten Gründen, wie Bild in Bezug auf die Witwe Susanne Frischholz berichtet. Mutter Ernestine starb mit nur 55 Jahren, Vater Willi mit 66 Jahren. Und Bruder Bruno erlag vor zwei Monaten einem Krebsleiden. Über ihren verstorbenen Mann sagt die Witwe: „Auch mein Mann ist über das Verschwinden seiner kleinen Schwester nie hinweggekommen“. Und: Die Ungewissheit, was mit Monika passiert sei, hätte die Familie zermürbt.

Fall Monika Frischholz: Hinweise zu möglichem Täter aufgetaucht 

Update, 18.56 Uhr: Seit 43 Jahren fehlt von Monika Frischholz jede Spur, nun könnte das Rätsel endlich gelöst werden. Am Montag starteten Grabungen in einem Waldstück, die dort gefundenen Spuren werden nun ausgewertet. Wie Polizeisprecher Florian Beck im Gespräch mit Bild verriet, scheinen bisher alle gesammelten Indizien auf einen „regionalen Täter“ hinzuweisen. 

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Wie das Blatt ebenfalls erfahren haben will, gab es für die Polizei bereits vor vielen Jahren einen Tatverdächtigen. Demnach hätten die Grabungen nicht in einem öffentlichen Wald, sondern auf dem Grundstück des damals verdächtigen Mannes stattgefunden. Auch das bei den Grabungen gefundene Auto soll der Familie des Mannes gehört haben. 

Die Polizei wollte zu dem offenbar damals verdächtigten Mann und den Grundstücksverhältnissen keine Stellung beziehen. 

Währenddessen könnte es in einem anderen Vermisstenfall schon bald neue Untersuchungen geben. Vor 36 Jahren verschwand die damals 15-jährige Emanuela, nun leitet auch der Vatikan neue Ermittlungen ein. 

Update, 15.44 Uhr: Offenbar schlummert noch viel Wissen über die seit 43 Jahren vermisste Monika Frischholz in der Bevölkerung. Seitdem der Fall wieder viel Aufmerksamkeit bekommt, sind 10 neue Hinweise bei der Bevölkerung eingegangen.

„Genau da wollen wir weitermachen“, zitiert mittelbayerische.de Polizeisprecher Florian Beck, „und hoffen deshalb auf weitere Informationen und Beobachtungen.“

Polizei plant weitere Grabung nach Monika Frischholz

Update, 13.56 Uhr: Die Polizei will weitergraben. Schon nächste Wochen soll es weitere Grabungen geben. So habe die Polizei laut br.de mehrere Stellen ermittelt, wo die Überreste von Monika Frischholz vergraben sein könnten. Parallel werden die in der ersten Grabung am Dienstag gefundenen Knochen - mutmaßlich Tierknochen, aber nicht sicher - vom rechtsmedizinischen Institut der Uni Erlangen-Nürnberg untersucht. 

Das Ortsschild von Flossenbürg. 42 Jahre nach dem Verschwinden einer damals zwölfjährigen Schülerin sucht die Polizei weiter nach ihrer Leiche.

Mit den neuen Ermittlungen im Fall Monika Frischholz ist auch ein Video eines „Aktenzeichen XY ungelöst“-Beitrags von 1977 aufgetaucht. Dem Mädchen wird dort eine Mitschuld unterstellt.

Neben den Knochen sind mehrere Gegenstände sichergestellt worden, die nun untersucht werden müssten, sagte Polizeisprecher Florian Beck am Mittwoch. Es sei noch unklar, ob sie mit dem Verschwinden des Mädchens in Zusammenhang stehen. Neben einem Auto und viel Unrat hätten die Beamten auch Stofffetzen ausgegraben.

Update, 10. April, 10.03 Uhr: Die Grabungen im Mord-, bzw. Vermissten-Fall Monika Frischholz wurden von der Polizei am Dienstagabend abgeschlossen. Vorläufig ohne Ergebnis. 

Wie ein Polizeisprecher bereits gestern klarstellte, könne die Untersuchung sichergestellter Spuren mehrere Tage dauern. Neben Müll, Resten eines vergrabenen VW-Käfers, laut bild.de wahrscheinlich aus den Jahren 1975/76, wurden auch kleine Knochenteile gefunden. Die Polizei geht derzeit davon aus, dass es sich um Tierknochen handelt. Dass es sich aber doch um menschliche Überreste handelt, ist aber noch nicht ausgeschlossen.

Die Knochenteile werden zur Stunde im Institut für Rechtsmedizin der Uni Erlangen-Nürnberg untersucht. Abgesehen davon ist noch gar nicht klar, ob die Grabungsstelle überhaupt irgendwie mit der seit 1976 vermissten Monika Frischholz (damals 12) zu tun hat.

Grabung bei Suche nach Monika Frischholz abgeschlossen

Update, 9. April, 20.31 Uhr: Die Grabungen in der Oberpfalz im Fall der seit fast 43 Jahren vermissten Monika Frischholz sind vorerst abgeschlossen. Als Nächstes müssten die Ermittler die Ergebnisse sichten, sagte ein Polizeisprecher am Dienstagabend.

Bei der Suche in dieser Woche fanden die Ermittler nach eigenen Angaben unter anderem kleine Knochenteile, bei denen es sich nach ersten Untersuchungen aber vermutlich um Tierknochen handeln dürfte. Tiefergehende Analysen dazu könnten mehrere Tage oder auch Wochen dauern, hieß es. Zudem sei ein Autokennzeichen bei dem Fahrzeugwrack gefunden worden, sagte der Sprecher. Dieses stamme aus Nordbayern. Details nannte der Sprecher zunächst nicht.

Update, 9. April 17.29 Uhr: Nach dem Fund eines eingegrabenen grünen VW Käfers in einem Waldstück führte die Polizei ihre Tatortarbeit weiter durch. Wie die Polizei nun mitteilte, wurden bereits am Montag Knochenteile gefunden. Noch sei nicht klar, ob es sich um menschliche oder tierische Knochen handelt. 

Video: Polizei schließt Grabungen im Fall Monika Frischholz ab

Polizeisprecher Florian Beck sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass die Knochen nun am Institut für Rechtsmedizin untersucht werden. Es würde sich um sehr kleine Knochenteile handeln, die in der Grube in der Nähe des vergrabenen Autos gefunden wurden. 

Der verrottete VW Käfer trug ein Kennzeichen aus der Region. Die Polizei wird noch bis etwa 18 Uhr Grabungen durchführen. 

Mutmaßlicher Mord an Monika Frischholz: Polizei vermutet Leiche in der Nähe des VW Käfers 

Update, 9. April 15.32 Uhr: Die Grube bei Waldkirch ist jetzt 50 Quadratmeter groß. Das Gelände soll laut Polizeisprecher etwa zwei Meter tief ausgehoben werden. Gut 42 Jahre nach dem Verschwinden der 12-jährigen Monika Frischholz hoffen die Ermittler, den Fall doch noch aufklären zu können. Nach neuen Zeugenhinweisen vermuten sie, den Ablageort der Leiche gefunden zu haben.

Die Polizei sucht seit Montagmorgen an dem Waldrand bei Waldkirch nach den Überresten des Mädchens, das seit 1976 vermisst wird. Dabei stießen die Beamten bereits auf das Wrack eines grünen VW Käfer. Auf dem Auto soll laut eine Bericht des Bayerischen Rundfunks ein Aufkleber mit der Aufschrift „Rettet die Zärtlichkeit“ zu sehen sein. Ob das Auto in Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Mord steht, sei noch nicht klar, teilte die Polizei mit. 

Erste Hinweise gefunden: Die Polizei sucht nach damals zwölfjähriger Monika Frischholz.

In den vergangenen Jahren haben deutsche Kriminalpolizeien verstärkt sogenannte Cold Cases wieder aufgenommen, um diese Fälle doch noch zu klären. Insbesondere Fortschritte bei der DNA-Ermittlung machen es möglich, auch nach langer Zeit solche Verbrechen zu klären. So steht in Augsburg ein Mann vor Gericht, der vor 25 Jahren eine Prostituierte ermordet haben soll. Die Ermittler hatten den ungeklärten Fall vor wenigen Jahren nochmals aufgerollt und den nun angeklagten Mann Ende 2017 wegen neuer DNA-Spuren festgenommen.

Bürgermeister von Flossenbürg im Fall Monika Frischholz: „Gerüchte kamen und gingen“

Update, 9. April 13.11 Uhr: Der Bürgermeister der Gemeinde Flossenbürg hofft, dass der Fall Monika Frischholz nach fast 43 Jahren aufgeklärt wird. Die Diskussionen um das Verschwinden der Zwölfjährigen hätten in dem Ort nie geendet, sagte Thomas Meiler (CSU) am Dienstag. Das sei bedrückend gewesen. „Jetzt sehen die Menschen Licht am Horizont und hoffen, mit dem Thema abschließen zu können.“

Der Fall war neu aufgerollt worden, nachdem die Polizei Ende 2018 einen neuen Zeugenhinweis erhalten hatte. Daraufhin seien zahlreiche Einwohner noch einmal vernommen worden, sagte Bürgermeister Meiler, der selbst Polizist ist. Das habe die Leute aber nicht gestört, im Gegenteil: „Jeder will dazu beitragen, dass der Fall aufgeklärt wird.“

Im Dorf gebe es noch viele Menschen, die Monika und deren Familie persönlich kannten. Das Verschwinden des Mädchens habe die Leute immer beschäftigt. Er selbst habe die Schülerin nicht persönlich gekannt, sagte Meiler, der mit 49 Jahren etwas jünger ist, als es Monika heute wäre. Jedoch könne er sich an die Zeit ihres Verschwindens gut erinnern. Es habe damals geheißen, Kinder sollten vorsichtig sein, wenn sie rausgehen und in kein Auto einsteigen.

Video: Die Flossenbürger Bäckereiangestellte Claudia Beer hofft, dass der Fall aufgeklärt wird

Natürlich habe es auch immer Spekulationen um das vermisste Mädchen gegeben. „Gerüchte kamen und gingen.“ Auch das habe auf die Stimmung gedrückt. Flossenbürg sei ein beschaulicher Ort, in dem quasi jeder jeden kenne. Schade sei, dass die Angehörigen von Monika die mögliche Aufklärung des Falles nicht mehr erleben. Ihre Eltern sind schon länger tot, ihr Bruder starb Anfang dieses Jahres. 

Die Suche nach der Suche verschwundenen Monika ging auch am Dienstag weiter

Der Vermistenfall Monika Frischholz: Nach einem Zeugenhinweis rollt die Polizei den Fall 43 Jahre später wieder auf

Update, 9. April 10.11: Am Fundort des vergrabenen VW Käfer in Flossenbürg geht am Dienstagmorgen die Suche nach der Leiche der vermissten Monika Frischholz weiter. Fast 43 Jahre nach dem Verschwinden der damals zwölfjährigen Schülerin hoffen die Ermittler jetzt, den Fall aufklären zu können. Nach neuen Zeugenhinweisen vermuten sie, den Ablageort gefunden zu haben. Am Montag gruben sie ein Auto aus, das aber nicht unbedingt in Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens stehen muss, wie der Polizeisprecher betonte.

Monika Frischholz hatte den Erkenntnissen nach am 25. Mai 1976 nachmittags ihr Elternhaus verlassen. Wenig später verlor sich ihre Spur. Aufgrund von Zeugenaussagen konnten die Ermittler ihren Fußweg teilweise rekonstruieren. Ende vergangenen Jahres erhielt die Polizei einen neuen Hinweis, der ein Tötungsdelikt nahelegte. Daraufhin rollten die Beamten den Fall wieder auf.

Suche nach verschwundener Monika F. geht am Dienstagmorgen weiter.

Rätselhafter Fall Monika Frischholz: Die Polizei sucht weiterhin nach der Leiche 

Update, 8. April 21.45 Uhr: Der Fall der vermissten Monika Frischholz bleibt weiter mysteriös. Die Polizei suchte am Montag nach der Leiche des verschwundenen Mädchens, ob die Überreste der Verschwundenen gefunden werden konnten, ist unklar. Gegenüber Bild erklärte der Polizeisprecher nach der Aktion: „Wir können weder bestätigen noch dementieren, dass sterbliche Überreste der Vermissten gefunden wurden.“ Der Bayerische Rundfunk will dagegen wissen, dass eine Leiche bei den Ermittlungen nicht entdeckt wurde. 

Im Gespräch mit Bild bestätigt Sprecher Florian Beck weiter, dass die ermittelnden Beamten mit dem Fund des Autos gerechnet hätten. Der grüne VW Käfer muss nun untersucht werden. „Das Wrack ließ sich nicht als Ganzes bergen, es muss noch untersucht werden. Es bleibt heute Nacht hier und wird bewacht. Unsere Ermittlungen haben sich mit dem heutigen Tage zum Teil bestätigen lassen. Ob wir einen großen Schritt weitergekommen sind, werden die nächsten Tage zeigen“, erklärt der Polizeisprecher. Obwohl die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind, hätten die Kriminalbeamten an dem Fahrzeug Hinweise festgestellt, „die unter Umständen relevant für unseren Fall sind“.

Die Reste eines VW Käfers liegen neben dem möglichen Ablageort einer Mädchenleiche.

Polizei sucht Leiche von Monika Frischholz und findet Auto

Update, 8. April 16.38 Uhr: Bei den Grabungen nach der Leiche von Monika Frischolz haben die Einsatzkräfte ein Auto entdeckt. Das Fahrzeug wird jetzt genauer untersucht, da es möglicherweise relevante Informationen liefern kann, so ein Polizeisprecher. Weitere Details wurden nicht herausgegeben mit dem Verweis auf die laufenden Ermittlungen. 

Aus der Zeit nach Monikas Verschwinden erinnert sich der jetzige Bürgermeister von Flossenbürg, Thomas Meiler (49), noch an Einzelheiten. „Obwohl ich ja noch selbst ein Kind war. Von den Eltern hieß es immer, wir sollten nicht mit Fremden mitgehen, und immer aufpassen, falls man etwa ein Auto sieht, in dem jemand sitzt, den man nicht kennt.“ Und seit dem tragischem Ereignis „flammt das Verschwinden des Mädchens auch heute immer wieder bei den Gesprächen unter den Leuten auf“, sagt Thomas Meiler. Meist in Form von Vermutungen und Gerüchten. „Für ganz Flossenbürg wäre es jetzt eine Art Befreiung, wenn es zur Aufklärung des Falles käme. Jeder beobachtet die Grabungen mit hoher Anspannung.“  

Möglicher Ablageort der Leiche bei Flossenbürg gefunden

Update, 8. April 11.30 Uhr: Durch zahlreicher Hinweise aus der Bevölkerung konnte der mögliche Ablageort der Leiche von Monika Frischholz ausgemacht werden. Am Montag machten sich Ermittler der Weidener Kriminalpolizei zu einem Waldrand südlich der kleinen Ortschaft Waldkirch bei Flossenbürg (Oberpfalz) auf. 

Ob und inwieweit die Grabungen zu der Mädchenleiche oder anderen Beweisen führen werden, ist noch vollkommen offen. Es ist außerdem noch unbekannt, wieso genau an diesem Ort gegraben wird. Die Kripo wollte sich angesichts der laufenden Ermittlungen nicht näher dazu äußern.

Unterstützt werden die Kriminalbeamten von Spezialisten verschiedener Fachrichtungen. So sind unter anderem Kräfte des Fachkommissariats für Spurensicherung bei der Kripo Weiden, der sogenannten Tatortgruppe des Bundeskriminalamtes, des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Erlangen-Nürnberg, der Operativen Fallanalyse Bayern, der Staatsanwaltschaft Weiden und einer technischen Einsatzeinheit der bayerischen Bereitschaftspolizei aus Nürnberg eingebunden. 

Die Suchaktion nach Monika Frischholz an einem Waldstück nahe Flossenbürg hat am Montag angefangen.

Monika Frischholz verschwand vor 42 Jahren - Ermittler sind trotzdem zuversichtlich

Erstmeldung - 23. Februar 2019: Flossenbürg - Was passierte mit Monika Frischholz vor 42 Jahren? Zuletzt wurde die 12-Jährige am Nachmittag des 25. Mai 1976 gesehen. Gegen 15.15 Uhr verließ sie ihr Elternhaus im oberpfälzischen Flossenbürg. Zeugen sahen, wie sie in der Floßer Straße bergab ging. Nun gibt es einen neuen Zeugenhinweis, wonach das Mädchen bis zur Abzweigung nach Waldkirch ging - hier verliert sich ihre Spur. Bis heute. 

Nun jedoch gibt es neue Erkenntnisse im möglichen Mordfall Monika, insgesamt sollen es 35 Hinweise sein. „Kleine, aber auch wertvolle Mitteilungen bilden neue Puzzlestücke bei der Aufklärung des Verschwindens der damals 12-Jährigen“, zitiert oberpfalzecho.de die Polizei. Im Dezember hat sich die „Ermittlungsgruppe Froschau“ gegründet, wie auch der BR berichtet. Demnach hätte die Polizei mit 50 Personen Kontakt aufgenommen, teilweise seien das auch Zeugen, die schon damals befragt wurden. Einige aber auch erstmalig. 

Die Ermittler sind zuversichtlich, dass der Fall gelöst werden kann. „Wir sind aufgrund unserer Ermittlungsarbeit und der heute gegebenen Techniken und Methoden zuversichtlich, auch nach der langen Zeit, den Ablageort von Monika Frischholz zu finden!“, so Oberstaatsanwalt Bernhard Voit gegenüber oberpfalzecho.de.

Hartnäckiges Gerücht zum Verschwinden von Monika soll widerlegt werden

Ein Gerücht soll endgültig widerlegt werden: In der Bevölkerung werde weiterhin spekuliert, dass die Leiche von Monika in einem Steinbruch bei Flossenbürg versteckt wurde. Die neuen Vernehmungen hätten aber belegt, dass diese Behauptung offenbar falsch ist. 

Monika Frischholz‘ Bruder starb vor wenigen Wochen

Besonders traurig an dem Fall: Sollte das Rätsel um Monika gelöst werden, werden die Angehörigen davon nichts mehr mitbekommen. Erst Anfang Februar verstarb der letzte lebende Angehörige - ihr Bruder. 

Das Bayerische Landeskriminalamt hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat oder zur Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0961/401-291 erbeten. 

Im Fall der vermissten Rebecca in Berlin gibt es dagegen derzeit Stillstand. Noch immer gilt der Schwager als Verdächtiger. Rätselhaft ist auch ein Fall in Sachsen: Die Leiche eines Jungen wurde gefunden. Mittlerweile konnte das Gesicht des Toten rekonstruiert werden - seine Identität ist aber immer noch unbekannt. Die Polizei Weimar sucht nun nach einer Mutter und ihrer Tochter. Die 38-Jährige entführte die kleine Martha. Die ZDF-Sendung Aktenzeichen XY fahndet auch am Mittwoch live im TV. Diese Fälle werden in der aktuellen Sendung vorgestellt. 

mag

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